Ilmenau. Das neue Parkhaus Terminal M am Ilmenauer Bahnhof ist am 23. September offiziell in Betrieb gegangen. Mit der Einweihung ist ein weiterer Baustein der seit Jahren laufenden Entwicklung des Bahnhofsumfeldes abgeschlossen worden.
Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Bauzeit, sondern auch die Kostenentwicklung.
Ursprünglich waren für das Projekt 10,29 Millionen Euro veranschlagt worden. Nach aktuellem Stand werden die Gesamtkosten voraussichtlich bei rund 8,8 Millionen Euro liegen. Damit bleibt das Vorhaben etwa 1,5 Millionen Euro unter der ursprünglichen Planung. Noch liegen nicht alle Schlussrechnungen vor, die Stadt rechnet aber bereits jetzt mit einem deutlich günstigeren Abschluss.
Bau innerhalb kurzer Zeit
Der Grundstein für das Parkhaus wurde am 10. Juni 2025 gelegt. Bereits am 7. November 2025 konnte Richtfest gefeiert werden.
Damit wurde das Gebäude in vergleichsweise kurzer Zeit errichtet. Verantwortlich für den Bau war das Unternehmen Goldbeck.
Finanziert wurde das Projekt zu 55 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Stadt Ilmenau trägt einen Eigenanteil von 45 Prozent.
Platz für Autos, Fahrräder und E-Roller
Das neue Parkhaus verfügt über rund 8.000 Quadratmeter Nutzfläche.
Zur Ausstattung gehören:
• 214 Stellplätze für Autos, • drei Behindertenstellplätze im Innenbereich, • zwei weitere kostenfreie Behindertenstellplätze im Außenbereich, • 212 Fahrradstellplätze, • davon 60 in verschließbaren Boxen, • fünf Stellplätze für Lastenräder, • fünf Stellflächen für E-Roller, • 16 Motorradstellplätze, • ein Ladeschrank mit zwölf Ladestellen.
Damit soll das Parkhaus nicht nur den Autoverkehr aufnehmen, sondern verschiedene Verkehrsmittel miteinander verbinden.
Entlastung für die Innenstadt
Die Stadt verbindet mit Terminal M zwei Ziele: die Parksituation in der Innenstadt zu entlasten und gleichzeitig nachhaltige Mobilität stärker zu fördern.
Auch die Gestaltung des Gebäudes soll sich in die Region einfügen. Die Fassade nimmt nach Angaben der Stadt Bezug auf den Thüringer Wald. Im Herbst ist zusätzlich eine Fassadenbegrünung vorgesehen.
Bahnhofsgelände wird seit 2009 entwickelt
Das neue Parkhaus ist Teil eines größeren Entwicklungsprozesses rund um den Ilmenauer Bahnhof.
Begonnen hatte dieser bereits 2009 mit der Sanierung des eigentlichen Bahnhofsgebäudes, das als Terminal A bezeichnet wird.
Später folgten die Neubauten Terminal B und Terminal C, die heute durch einen Glasgang über die Bahngleise miteinander verbunden sind.
Mit Terminal M kommt nun ein weiterer Baustein hinzu.