Potsdam: 63 neue Sozialwohnungen in Fahrland – Bauarbeiten gestartet
Im Potsdamer Ortsteil Fahrland entstehen 63 neue, öffentlich geförderte Wohnungen. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel gab am Freitag gemeinsam mit ProPotsdam und der Investitionsbank des Landes Brandenburg den Startschuss für das Bauprojekt. Die ersten Mieter sollen im ersten Halbjahr 2028 einziehen können.
Potsdam-Fahrland. Im Potsdamer Ortsteil Fahrland hat am Freitag, 6. November 2026, der Bau von 63 öffentlich geförderten Wohnungen begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich in der Döberitzer Straße eröffneten Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, ProPotsdam-Geschäftsführer Bert Nicke und Stefan Otto von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) das kommunale Wohnungsbauprojekt, das insbesondere Menschen mit Anspruch auf geförderten Wohnraum zugutekommen soll.
Auf dem Grundstück entstehen vier dreigeschossige Mehrfamilienhäuser. Nach Angaben des kommunalen Wohnungsunternehmens sollen die Wohnungen im ersten Halbjahr 2028 bezugsfertig sein.
Vier Wohnhäuser mit insgesamt 63 Wohnungen
Die geplanten Gebäude werden jeweils zwischen 14 und 19 Wohneinheiten umfassen. Den größten Anteil bilden Zweizimmerwohnungen, die insbesondere für kleinere Haushalte geeignet sind.
Architektonisch sollen sich die Neubauten in das bestehende Ortsbild einfügen. Die dreigeschossigen Häuser erhalten Satteldächer und orientieren sich damit an der vorhandenen Bebauung.
Für ProPotsdam ist das Vorhaben das erste kommunale Wohnungsbauprojekt im Ortsteil Fahrland.
Geschäftsführer Bert Nicke erklärte zum Baustart:
„Nachdem wir das Wachstum im Potsdamer Norden bereits im Bornstedter Feld und Krampnitz aktiv begleiten, setzen wir nun das erste kommunale Wohnungsbauprojekt in Fahrland um.“
Mit den neuen Wohnungen soll das Wohnraumangebot im nördlichen Stadtgebiet erweitert werden. Gerade öffentlich geförderte Wohnungen spielen dabei eine wichtige Rolle für Haushalte, die auf dem freien Wohnungsmarkt nur schwer bezahlbare Angebote finden.
Wohnungen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein
Sämtliche 63 Wohnungen werden im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus errichtet. Für den späteren Bezug ist ein Wohnberechtigungsschein (WBS) erforderlich.
Neben dem regulären WBS sollen auch die erweiterten Berechtigungen WBSplus40 und WBSplus60 anerkannt werden. Diese richten sich an Haushalte, deren Einkommen über den klassischen Einkommensgrenzen für Sozialwohnungen liegt, die aber dennoch bestimmte Voraussetzungen für geförderten Wohnraum erfüllen.
Damit können unterschiedliche Einkommensgruppen von dem neuen Wohnungsangebot profitieren.
Interessierte Potsdamer können ihre persönlichen Voraussetzungen bei der Wohnberatung der Landeshauptstadt prüfen lassen. Informationen zur Beantragung eines Wohnberechtigungsscheins stellen sowohl die Stadtverwaltung als auch ProPotsdam bereit.
Konkrete Miethöhen für die neuen Wohnungen wurden zum Baustart noch nicht genannt.
Oberbürgermeisterin sieht wichtigen Beitrag gegen Wohnungsmangel
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel bezeichnete den geförderten Wohnungsbau beim Spatenstich als wesentlichen Bestandteil der kommunalen Wohnungspolitik.
„Geförderter Wohnungsbau bleibt ein entscheidender Baustein, um den Wohnungssuchenden in Potsdam Perspektiven zu bieten.“
Aubel dankte dem Land Brandenburg und der Investitionsbank des Landes Brandenburg für die Bereitstellung von Förderdarlehen und Zuschüssen.
Die Finanzierung ist Teil der Bemühungen, den kommunalen Wohnungsbestand im Rahmen des gemeinsam vereinbarten „Potsdam Plan 3000+“ auszubauen.
Mit diesem Ansatz verfolgt die Landeshauptstadt das Ziel, zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und die Entwicklung des kommunalen Wohnungsbestandes langfristig zu sichern.
Eine konkrete Investitionssumme für das Bauprojekt in Fahrland wurde in der Mitteilung nicht ausgewiesen.
Fertigstellung für das erste Halbjahr 2028 vorgesehen
Bis zum geplanten Einzug der ersten Mieter sind noch umfangreiche Bauarbeiten erforderlich. Nach dem jetzigen Zeitplan sollen die vier Mehrfamilienhäuser im ersten Halbjahr 2028 fertiggestellt werden.
Das Bauvorhaben ergänzt die bisherigen Aktivitäten der ProPotsdam im Potsdamer Norden. Das kommunale Unternehmen ist bereits an der Entwicklung der Wohngebiete Bornstedter Feld und Krampnitz beteiligt.
Mit den 63 geförderten Wohnungen in Fahrland entsteht nun ein weiteres Wohnungsangebot, das Menschen mit unterschiedlichen Einkommensvoraussetzungen offenstehen soll.
Für Wohnungssuchende ist insbesondere die geplante Öffnung für die verschiedenen WBS-Berechtigungsgruppen von Bedeutung. Wer sich für eine der Wohnungen interessiert, kann bereits im Vorfeld prüfen lassen, ob die Voraussetzungen für einen entsprechenden Wohnberechtigungsschein erfüllt werden.
Wann die konkrete Wohnungsvergabe beginnt, wurde noch nicht bekannt gegeben.