Neue Entwicklung nach Katastrophe in der James-von-Moltke-Straße

Drei Tote nach Hauseinsturz in Görlitz: Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige

Mehr als zwei Monate nach dem verheerenden Hauseinsturz in Görlitz gibt es eine entscheidende Entwicklung. Gegen zwei Männer wurden Haftbefehle erlassen. Sie stehen unter dringendem Verdacht, eine Gasexplosion verursacht zu haben, die zum Einsturz des Gebäudes führte.

Von Clara Winterfeld 2 Min. Lesezeit

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Abgesperrter Bereich an der James-von-Moltke-Straße in Görlitz nach dem schweren Hauseinsturz im Mai 2026.
Symbolbild (KI-generiert)

Görlitz. Im Fall des verheerenden Hauseinsturzes an der James-von-Moltke-Straße in Görlitz gibt es eine neue Entwicklung. Gegen zwei Männer sind Haftbefehle erlassen worden. Nach Angaben aus den Ermittlungen besteht der dringende Verdacht, dass sie eine Gasexplosion verursacht haben, in deren Folge das Mehrfamilienhaus am 18. Mai 2026 einstürzte. Drei Menschen kamen ums Leben.

Ermittler verdächtigen zwei Männer

Bereits Anfang Juni hatten Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Görlitz mitgeteilt, dass zwei Personen im Verdacht stehen, Rohrleitungen im Gebäude beschädigt oder manipuliert zu haben. Beide befanden sich damals bereits wegen anderer Eigentumsdelikte in Untersuchungshaft.

Nun hat sich der strafrechtliche Verdacht weiter verdichtet. Nach der aktuellen Meldung wurden gegen beide Männer Haftbefehle im Zusammenhang mit dem Hauseinsturz erlassen. Ihnen wird vorgeworfen, eine Gasexplosion ausgelöst zu haben.

Ermittelt wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung.

Drei Menschen starben

Das Mehrfamilienhaus war am Nachmittag des 18. Mai gegen 17.30 Uhr eingestürzt. Die anschließende Rettungs- und Bergungsaktion dauerte mehrere Tage.

Am Ende stand fest: Drei Menschen hatten das Unglück nicht überlebt.

Die Ermittler untersuchten die Trümmer und insbesondere die Gasleitungen über Wochen. Am 19. Juni waren die kriminaltechnischen Untersuchungen am Einsturzort abgeschlossen. Die zeitweise stillgelegten Gasleitungen wurden anschließend geprüft und für den regulären Betrieb wieder freigegeben.

Tatvorwurf ist noch kein Urteil

Entscheidend ist: Die Ermittlungen richten sich gegen zwei Beschuldigte, deren Schuld bislang nicht rechtskräftig festgestellt wurde.

Ein Haftbefehl bedeutet, dass ein dringender Tatverdacht und weitere gesetzliche Voraussetzungen angenommen werden. Ob und in welchem Umfang die Männer tatsächlich für die Explosion und den Tod der drei Menschen verantwortlich sind, muss das weitere Strafverfahren klären.

Der Fall bleibt damit eines der schwersten Unglücke, die Görlitz in den vergangenen Jahren erlebt hat.

Quellen und Datenbasis

  • Staatsanwaltschaft Görlitz / Polizeidirektion Görlitz zu Ermittlungen und Tatverdächtigen.
  • Aktuelle Meldung zu den Haftbefehlen vom 28. Juli 2026.
  • Staatsanwaltschaft und Polizei zum Abschluss der kriminaltechnischen Untersuchungen.

Themen: GörlitzPolizeiErmittlungenKriminalitätHauseinsturzJames-von-Moltke-StraßeGasexplosionHaftbefehlStaatsanwaltschaftDrei Tote

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