USA bereiten möglichen Iran-Angriff vor – Admiral legt Trump Militärpläne vor
Golfstaaten vor Angriffen gewarnt
Die Vereinigten Staaten bereiten sich offenbar auf eine neue militärische Offensive gegen den Iran vor. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, ließ sich US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus persönlich über mögliche Angriffsoperationen unterrichten. Gleichzeitig warnte Washington mehrere arabische Golfstaaten vor einem möglichen kurzen, aber intensiven Feldzug nach den amerikanischen Kongresswahlen am 3. November. Zusätzliche Luftabwehrsysteme, Truppenverlegungen und militärische Materialtransporte deuten auf umfangreiche Vorbereitungen hin.
Eine endgültige Entscheidung über neue Angriffe ist nach den bislang vorliegenden Berichten nicht gefallen. Während das Pentagon seine Streitkräfte verstärkt, bemüht sich US-Vizepräsident JD Vance um eine diplomatische Verständigung mit Teheran.
US-Admiral stellt Trump Angriffsoptionen vor
Admiral Brad Cooper, Oberbefehlshaber des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos CENTCOM, traf sich am Donnerstag mit Präsident Trump im Weißen Haus.
An der Besprechung nahmen nach Informationen des „Wall Street Journal“ auch Verteidigungsminister Pete Hegseth und General Dan Caine, der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs, teil.
Cooper stellte dem Präsidenten verschiedene militärische Handlungsoptionen gegenüber dem Iran vor. Das ungewöhnliche persönliche Treffen deutet darauf hin, dass sich die US-Regierung intensiv mit einer möglichen Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen beschäftigt.
Bereits einen Tag zuvor hatten hochrangige Militärvertreter Gespräche mit Vizepräsident JD Vance geführt.
Welche Angriffsziele dem Präsidenten konkret vorgeschlagen wurden, ist nicht vollständig bekannt. Nach bisherigen Medienberichten stehen iranische Nuklearanlagen, militärische Einrichtungen und weitere strategisch wichtige Infrastruktur im Mittelpunkt der Überlegungen.
Das Pentagon und CENTCOM äußerten sich zunächst nicht öffentlich zu den Einzelheiten der Besprechung.
Golfstaaten sollen sich auf intensiven Feldzug vorbereiten
Parallel zu den militärischen Beratungen informierten amerikanische Regierungsvertreter mehrere arabische Golfstaaten über die Möglichkeit neuer Angriffe.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press wurden die Partnerstaaten aufgefordert, sich auf eine kurze, aber intensive militärische Kampagne nach dem 3. November einzustellen.
Die Warnung ist von besonderer Bedeutung, weil mehrere dieser Länder amerikanische Militärstützpunkte beherbergen.
Dazu gehören unter anderem Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate. Bei einer erneuten Eskalation könnten amerikanische Einrichtungen in diesen Staaten zu Zielen iranischer Vergeltungsangriffe werden.
Die Regierungen der Golfregion haben deshalb ein unmittelbares Interesse daran, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.
Diplomaten betonten gegenüber der Associated Press, dass Trump bislang keinen endgültigen Angriffsbefehl erteilt habe.
Zusätzliche Militärtransporte nach Israel und in die Golfregion
Auch die Bewegungen amerikanischer Streitkräfte erhalten zunehmend Aufmerksamkeit.
Nach einem Bericht des israelischen öffentlich-rechtlichen Senders Kan landeten am Donnerstag zehn amerikanische Militärtransportflugzeuge auf den israelischen Luftwaffenstützpunkten Ovda und Nevatim.
Weitere Transportmaschinen sollen Jordanien, Saudi-Arabien und Katar angeflogen haben.
Das Pentagon hat zudem die Luftverteidigung in der Region verstärkt und zusätzliche Munition sowie militärische Ausrüstung verlegt.
Ein weiteres Patriot-Flugabwehrsystem wird nach Israel gebracht. Es soll die vorhandenen Abwehrkapazitäten ergänzen, die bei einem erneuten iranischen Raketenangriff stark beansprucht werden könnten.
Zugleich wurden amerikanische Soldaten teilweise von besonders gefährdeten Stützpunkten abgezogen.
Solche Maßnahmen können sowohl der Vorbereitung eigener Angriffe als auch dem Schutz vor möglichen Vergeltungsschlägen dienen. Sie sind für sich genommen noch kein Beweis dafür, dass eine Offensive beschlossen wurde.
Warum der 3. November eine entscheidende Rolle spielt
Am Dienstag, 3. November 2026, wählen die Amerikaner einen neuen Kongress. Der Zeitpunkt ist für Präsident Trump innenpolitisch bedeutsam.
Mehrere Medien berichten, dass Washington eine mögliche Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen für die Zeit nach diesen Zwischenwahlen prüft.
Auch Trump selbst hat öffentlich mit einer erneuten Bombenkampagne gegen den Iran gedroht.
Politische Beobachter gehen davon aus, dass eine größere militärische Operation unmittelbar vor der Abstimmung zusätzliche innenpolitische Risiken mit sich bringen würde.
Ob der Präsident deshalb bewusst bis nach den Wahlen wartet, ist nicht offiziell bestätigt.
Der 3. November gilt in den Berichten als möglicher zeitlicher Orientierungspunkt. Ein konkreter Angriffstermin wurde nicht bekannt gegeben.
Iran droht mit Angriffen auf amerikanische Einrichtungen
Die iranische Führung hat für den Fall neuer amerikanischer Militärschläge mit Vergeltung gedroht.
Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Angriffe auf amerikanische Truppen, militärische Einrichtungen und strategisch wichtige Infrastruktur in der Golfregion.
Besonders gefährdet wäre bei einer größeren Eskalation die Energieversorgung.
Durch die Straße von Hormus wird ein bedeutender Teil des international gehandelten Erdöls transportiert. Militärische Auseinandersetzungen in diesem Seegebiet könnten den Schiffsverkehr beeinträchtigen und die Ölpreise weltweit steigen lassen.
Iran hat seine Produktion ballistischer Raketen nach Medienberichten wieder verstärkt. Auch amerikanische Sicherheitsbehörden rechnen mit möglichen Angriffen auf US-Personal in der Region.
Eine neue Offensive könnte deshalb weit über direkte Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran hinausreichen.
Vizepräsident Vance sucht gleichzeitig Verhandlungslösung
Trotz der militärischen Vorbereitungen laufen diplomatische Gespräche weiter.
US-Vizepräsident JD Vance bemüht sich um eine Wiederaufnahme direkter Verhandlungen mit der iranischen Führung.
Nach Berichten amerikanischer Medien ließ er dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans, Mohsen Rezaei, über katarische Vermittler ein Gesprächsangebot übermitteln.
Dabei soll das iranische Atomprogramm von Beginn an auf der Tagesordnung stehen.
Am Freitag, 30. Oktober, reisten katarische Vermittler erneut nach Teheran. Die Gespräche seien mit Washington abgestimmt worden, berichtete Reuters unter Berufung auf einen beteiligten Regierungsvertreter.
Teheran verlangt unter anderem die Aufhebung amerikanischer Sanktionen, ein Ende der US-Seeblockade und verbindliche Sicherheitsgarantien gegen weitere Angriffe.
Die Vereinigten Staaten wollen ihrerseits verhindern, dass Iran ein militärisch nutzbares Atomprogramm entwickelt.
Ob beide Seiten zu einer Vereinbarung gelangen können, bleibt ungewiss.
Auch im US-Kongress wächst die Kritik
Die amerikanischen Militärplanungen stoßen innerhalb der Vereinigten Staaten auf Widerstand.
Der demokratische Senator Chris Murphy erklärte, er sei über Teile der Angriffsplanungen unterrichtet worden. Er warnte öffentlich vor einer verheerenden Eskalation, die ihre politischen Ziele möglicherweise nicht erreichen werde.
Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die Vorstellung, durch eine zeitlich begrenzte Bombenkampagne eine dauerhafte politische Lösung erzwingen zu können.
Eine militärische Offensive könnte nach Einschätzung von Sicherheitsexperten vielmehr neue iranische Vergeltungsangriffe auslösen und weitere Staaten in den Konflikt hineinziehen.
Andere Beobachter halten es dagegen für möglich, dass der militärische Druck die iranische Regierung zu Zugeständnissen bei Verhandlungen bewegen soll.
Welche Strategie sich im Weißen Haus durchsetzt, ist derzeit offen.
Droht nach den US-Wahlen eine neue Kriegsphase?
Die Entwicklungen der vergangenen Tage ergeben ein zunehmend angespanntes Bild: Ein amerikanischer Oberbefehlshaber unterrichtet Trump persönlich über Angriffsoptionen, Golfstaaten werden vor möglichen Kampfhandlungen gewarnt und zusätzliche militärische Ausrüstung erreicht den Nahen Osten.
Gleichzeitig versucht Washington, durch Vermittlung Katars eine diplomatische Lösung auszuloten.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob die USA ihre militärischen Vorbereitungen weiter verstärken oder ob neue Gespräche mit Teheran zustande kommen.
Ein erneuter Angriff nach dem 3. November ist möglich, aber nicht beschlossen. Die öffentlich bekannten Vorbereitungen belegen eine erhöhte militärische Bereitschaft, nicht den bereits feststehenden Beginn einer Offensive.