Vorwurf gegen Huthi-Rebellen

Jemen: Verschleppter UN-Mitarbeiter soll zu Tode gefoltert worden sein

Zwei Jahre in Gefangenschaft

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Ein Kontrollposten der Anti-Huthi-Kräfte südlich von Hodeida im Jemen. Die Frontlinie zu den Huthi liegt nur wenige Kilometer entfernt. Aufnahme vom 16. Juli 2026.
Ein Kontrollposten der Anti-Huthi-Kräfte südlich von Hodeida im Jemen. Die Frontlinie zu den Huthi liegt nur wenige Kilometer entfernt. Aufnahme vom 16. Juli 2026. Foto: AP Photo

Ein seit zwei Jahren von den Huthi-Rebellen im Jemen festgehaltener UN-Mitarbeiter ist nach Angaben der jemenitischen Regierung tot. Ein Minister erklärte dem saudischen Sender al-Arabiya zufolge, der Mann sei in einem Huthi-Gefängnis zu Tode gefoltert worden. Der jemenitische Staatsangehörige arbeitete für das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte.

Regierung erhebt Foltervorwurf

Die Deutsche Presse-Agentur berichtet über die Aussage des Ministers. Aus der vorliegenden Meldung geht nicht hervor, auf welche Erkenntnisse sich der Foltervorwurf stützt. Auch der Name des Verstorbenen, der genaue Todeszeitpunkt und der Haftort werden darin nicht genannt.

Eine Stellungnahme der Huthi oder eine unabhängige Bestätigung der geschilderten Todesumstände enthält die Meldung nicht.

Menschenrechtsorganisationen warnen vor Verfolgung

Amnesty International und Human Rights Watch hatten Anfang Oktober die Verfolgung von UN-Beschäftigten und Mitarbeitern zivilgesellschaftlicher Organisationen durch die Huthi kritisiert. Mindestens acht Betroffene seien seit August wegen Spionagevorwürfen an die Strafverfolgungsbehörden überstellt worden. Ihnen drohe die Todesstrafe.

Nach Angaben der beiden Organisationen befanden sich am 5. Oktober noch 72 UN-Mitarbeiter in Huthi-Haft. Alle seien jemenitische Staatsangehörige.

Themen: MenschenrechteVereinte NationenJemenHuthiFolterGefangenschaft

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