Personalnot, steigende Kosten und eine alternde Bevölkerung machen die Pflege zu einer der großen sozialpolitischen Herausforderungen Thüringens. Am heutigen Montag beginnt Gesundheitsstaatssekretärin Tina Rudolph deshalb eine fünftägige Sommertour durch Einrichtungen und Projekte im Freistaat.
Die Tour läuft vom 10. bis zum 14. August und steht unter dem Motto „Pflege in Thüringen“.
Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit Menschen, die unmittelbar mit Pflege und gesundheitlicher Versorgung zu tun haben.
Pflegekräfte und Auszubildende sollen zu Wort kommen
Rudolph will unter anderem Pflegekräfte und Auszubildende treffen.
Hinzu kommen Gespräche mit Bewohnern, Trägern von Einrichtungen und Beratungsstellen.
Damit soll die Tour nicht ausschließlich aus Gesprächen mit Leitungsebenen bestehen.
Gerade Beschäftigte können unmittelbar schildern, welche Belastungen im täglichen Betrieb auftreten.
Neue Versorgungsformen im Fokus
Die Staatssekretärin will sich außerdem über innovative Versorgungsmodelle und Unterstützungsstrukturen informieren.
Gerade im ländlichen Thüringen stellt sich zunehmend die Frage, wie Pflegeangebote trotz sinkender Einwohnerzahlen und fehlender Fachkräfte flächendeckend erhalten werden können.
Dazu gehören ambulante Modelle ebenso wie stationäre Einrichtungen, Beratungsangebote und Unterstützung für pflegende Angehörige.
Erkenntnisse müssen anschließend in Politik münden
Besuche allein lösen die strukturellen Probleme der Pflege nicht.
Entscheidend wird deshalb sein, welche Erkenntnisse die Landesregierung aus der Tour zieht und welche konkreten Maßnahmen daraus folgen.
Die kommenden fünf Tage bieten zumindest Gelegenheit, Probleme nicht nur aus Statistiken, sondern direkt aus dem Alltag der Einrichtungen kennenzulernen.
Quellen
Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie – Sommertour „Pflege in Thüringen“, 10. bis 14. August 2026