Landesregierung will Fußballvereine derzeit trotzdem nicht an Einsatzkosten beteiligen

1,3 Millionen Euro für sieben Risikospiele: Erfurt und Jena binden Tausende Polizisten

Fußballspiele mit erhöhtem Sicherheitsrisiko haben den Freistaat im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Euro gekostet. Knapp 2.400 Polizeikräfte waren dafür im Einsatz. Besonders betroffen waren Erfurt und Jena.

Von Philipp Mertens 1 Min. Lesezeit

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Hochrisikospiele im Fußball verursachen in Thüringen erhebliche Kosten. Nach heute veröffentlichten Angaben waren im Jahr 2025 knapp 2.400 Polizeikräfte bei entsprechenden Begegnungen im Einsatz. Die Personal- und Sachkosten summierten sich auf rund 1,3 Millionen Euro.

Vier Risikospiele allein in Erfurt

Insgesamt wurden 2025 sieben Begegnungen als Hochrisikospiele eingestuft.

Vier davon fanden in Erfurt statt, drei in Jena. Ein Jahr zuvor waren noch zehn Spiele entsprechend eingestuft worden.

Damit konzentriert sich der Sicherheitsaufwand im Thüringer Fußball besonders stark auf die beiden größten Traditionsvereine und ihre Spielstätten.

Vereine sollen vorerst nicht bezahlen

Die Debatte um Polizeikosten bei besonders riskanten Fußballspielen wird bundesweit seit Jahren geführt.

In Thüringen plant die Landesregierung nach aktuellem Stand jedoch nicht, die Vereine an den Einsatzkosten zu beteiligen.

Damit trägt weiterhin der Landeshaushalt die zusätzlichen Kosten.

Derby zwischen Jena und Erfurt steht bevor

Die Zahlen erhalten zusätzliche Aktualität durch das anstehende Thüringenderby.

Der FC Carl Zeiss Jena empfängt am Sonntag, 9. August, den FC Rot-Weiß Erfurt in der Regionalliga Nordost.

Begegnungen zwischen beiden Vereinen gehören regelmäßig zu den sicherheitsrelevanten Spielen im Thüringer Fußball.

Quellen

MDR Thüringen – Nachrichten vom 8. August 2026.

FC Carl Zeiss Jena – Spielplan Regionalliga Nordost.

Themen: ErfurtPolizeiJenaFußballSicherheitHochrisikospielePolizeikosten

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