Neubrandenburg: Kinder und Jugendliche sollen 22-Jährigen brutal überfallen haben
Ein 22-jähriger Mann ist am Mittwochabend in Neubrandenburg von einer Gruppe angegriffen, geschlagen und ausgeraubt worden. Unter den mutmaßlich Beteiligten sollen sich auch Kinder im Alter von etwa zehn bis elf Jahren befinden. Das Opfer erlitt erhebliche Verletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei sucht Zeugen.
Neubrandenburg. Ein gewalttätiger Überfall auf einen 22-jährigen Mann beschäftigt die Polizei in Neubrandenburg. Am Mittwochabend, 4. November 2026, soll eine Gruppe den jungen Mann im Stadtteil Datzeberg angegriffen, zu Boden gebracht und mehrfach geschlagen haben. Nach Angaben der Polizei wurden ihm außerdem persönliche Gegenstände geraubt. Unter den mutmaßlich Beteiligten sollen sich neben Jugendlichen auch mehrere Kinder befinden.
Der 22-Jährige erlitt erhebliche Verletzungen und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.
Streit um Zigaretten eskaliert
Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann am Mittwochabend zunächst in der Erich-Zastrow-Straße unterwegs.
Dort wurde er gegen 22.30 Uhr von einer Gruppe augenscheinlich jugendlicher Personen nach Zigaretten gefragt.
Als er keine Zigaretten herausgeben wollte, entwickelte sich eine verbale Auseinandersetzung.
Der 22-Jährige entfernte sich daraufhin in Richtung Atelierstraße.
Die Situation war damit allerdings nicht beendet.
Nach Polizeiangaben wurde zunächst ein Gegenstand nach dem Mann geworfen. Dieser traf ihn.
Anschließend griffen mehrere Personen den 22-Jährigen an.
Angreifer sollen mit Flasche zugeschlagen haben
Die Gruppe soll den Mann zu Boden gebracht und auf ihn eingeschlagen haben.
Im weiteren Verlauf wurde ihm nach bisherigen Ermittlungen eine mitgeführte Flasche abgenommen.
Mit dieser sollen die Angreifer mehrfach gegen seinen Kopf geschlagen haben.
Dabei erlitt der Mann erhebliche Verletzungen.
Darüber hinaus wurden ihm seine Jacke sowie eine Tasche mit verschiedenen persönlichen Gegenständen gestohlen.
Nach dem Angriff wurde der 22-Jährige zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Über seinen aktuellen Gesundheitszustand lagen zunächst keine weiteren Angaben vor.
Auch Zehnjährige unter den mutmaßlich Beteiligten
Besonders auffällig ist das geringe Alter mehrerer Personen, die nach bisherigen Erkenntnissen an dem Geschehen beteiligt gewesen sein könnten.
Die Polizei geht davon aus, dass sich insgesamt neun Personen am oder in unmittelbarer Nähe des Tatortes aufhielten.
Beschrieben wurden fünf männliche und vier weibliche Personen.
Unter ihnen sollen sich zwei männliche Jugendliche im Alter von etwa 15 bis 16 Jahren sowie mehrere Kinder befunden haben.
Drei Jungen wurden auf etwa zehn bis elf Jahre geschätzt. Auch ein Mädchen im Alter von ungefähr elf Jahren soll sich in der Gruppe aufgehalten haben und nach Zeugenschilderungen handgreiflich geworden sein.
Die genauen Rollen der einzelnen Personen sind noch nicht geklärt.
Die Altersangaben beruhen auf bisherigen Beschreibungen und sind nicht abschließend bestätigt.
Kinder unter 14 Jahren sind in Deutschland strafunmündig. Das bedeutet allerdings nicht, dass entsprechende Vorfälle folgenlos bleiben müssen. Abhängig vom Sachverhalt können unter anderem Jugendämter und Familiengerichte eingeschaltet werden.
Polizei sucht nach Zeugen
Nach Eingang des Notrufs leitete die Polizei eine umfangreiche Fahndung im Umfeld des Tatortes ein.
Mehrere Funkstreifenwagen waren an der Suche beteiligt.
Auch der Kriminaldauerdienst kam zum Einsatz und sicherte Spuren.
Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Raubes geführt.
Die Polizei bittet Personen, die am Mittwochabend im Bereich der Erich-Zastrow-Straße oder Atelierstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
Von besonderem Interesse sind Hinweise auf die beschriebene Personengruppe sowie deren Fluchtrichtung.
Zusammenhang mit früheren Gewalttaten ungeklärt
In Neubrandenburg waren in den vergangenen Monaten bereits weitere schwere Gewalttaten bekannt geworden, an denen Kinder oder Jugendliche beteiligt gewesen sein sollen.
Ob die aktuelle Tat mit diesen Vorfällen zusammenhängt, ist offen.
Die Ermittler haben bislang nicht bestätigt, dass es sich um dieselben Personen oder eine zusammenhängende Tätergruppe handelt.
Für den jüngsten Überfall gilt daher, dass zunächst die Identität und die jeweilige Beteiligung der gesuchten Personen geklärt werden müssen.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.