Erfurt. Wie sieht ein heißer Sommer der Zukunft aus – und wie können sich Städte, Gesundheitsversorgung und Bevölkerung darauf vorbereiten? Diesen Fragen widmet sich im August das HeatFuture Lab Thüringen in der Erfurter Defensionskaserne. Das begehbare Zukunftslabor wird vom Institute for Planetary Health Behaviour der Universität Erfurt organisiert. Der Eintritt ist frei.
Das Angebot findet an drei Wochenenden statt:
- bis 9. August, jeweils 13 bis 20 Uhr
- bis 16. August, jeweils 13 bis 20 Uhr
- bis 23. August, jeweils 13 bis 20 Uhr
Hitze soll konkret erlebbar werden
Das HeatFuture Lab verbindet Wissenschaftskommunikation, partizipative Forschung und KI-gestützte Zukunftsszenarien.
Besucher sollen nachvollziehen können, wie sich Hitze auf Wohlbefinden, Alltag und Gesundheitsrisiken auswirken kann. Dazu werden unter anderem KI-generierte Zukunftsbilder auf Grundlage realer Stadtfotos, anschauliche Darstellungen zu Hitzestress sowie audiovisuelle Elemente eingesetzt.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Beschreibung möglicher Risiken. Das Labor soll auch zeigen, wie Städte und Gesundheitsversorgung besser auf heiße Sommer reagieren können.
Von Hitzewarnungen bis Telemedizin
Zu den diskutierten Ansätzen gehören verständlichere Warn- und Beratungsangebote, niedrigschwellige Schutzmöglichkeiten sowie neue Formen medizinischer Versorgung.
Denkbar sind beispielsweise telemedizinische Sprechstunden an besonders heißen Tagen oder hitzesensible Strukturen in Hausarztpraxen und Pflegeeinrichtungen.
Dr. Dominik Daube von der Universität Erfurt erklärt:
„Die Idee zum HeatFuture Lab ist aus dem laufenden Projekt HEATCOM heraus entstanden.“
Das Forschungsprojekt beschäftigt sich damit, wie Menschen in Deutschland auf Hitze reagieren, welche Faktoren ihr Schutzverhalten beeinflussen und wie sich gesundheitsfördernde Anpassungen unterstützen lassen.
Besucher sollen mitdiskutieren
Das HeatFuture Lab ist ausdrücklich als Dialograum angelegt.
Daube beschreibt das Konzept als einen:
„interaktiven Dialog- und Erfahrungsraum“
Besucher sollen gemeinsam mit jungen Forschenden darüber nachdenken, welche Veränderungen in Städten, im Alltag und in der Gesundheitsversorgung notwendig sein könnten.
Geplant wurde das Projekt von Dominik Daube gemeinsam mit Sarah Pelull und studentischen Hilfskräften.
Förderung durch Wissenschaft im Dialog
Das HeatFuture Lab Thüringen wird von „Wissenschaft im Dialog“ gefördert.
Mit dem Projekt soll Forschung nicht nur präsentiert, sondern gemeinsam mit der Bevölkerung diskutiert werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Gesellschaft und Gesundheitswesen frühzeitig auf häufiger auftretende Hitzeperioden einstellen können.
Quellen und Datenbasis
- Presseinformation zum HeatFuture Lab Thüringen der Universität Erfurt.
- Angaben zu Terminen, Inhalten und Projektbeteiligten laut Veranstalter.
- Projekt HEATCOM, Institute for Planetary Health Behaviour, Universität Erfurt.