In Schloßvippach ist die neue Gesprächsreihe „Digital Dialog – Thüringen digital verstehen“ gestartet, und rund 50 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Diskussion, die mehr Vertrauen in digitale Verwaltungsangebote schaffen soll.

Digitalminister Steffen Schütz und Digitalstaatssekretärin Milen Starke hatten unter dem Motto „Mitreden. Nachfragen. Mitgestalten.“ in den Festsaal Schloßvippach eingeladen. Als weitere Gesprächspartner nahmen der Sömmerdaer Landrat Christian Karl und Bürgermeister Uwe Köhler teil.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe will die Landesregierung ihre Digitalstrategie öffentlich erklären und zugleich Erfahrungen aus der Bevölkerung aufnehmen. Die Anregungen sollen in die weitere Digitalisierung der Thüringer Verwaltung einfließen.

Fragen und Unsicherheiten ansprechen

Nach Einschätzung von Digitalminister Schütz verbinden viele Menschen den digitalen Wandel noch mit Unsicherheit. Neue Angebote müssten deshalb verständlich erklärt und anhand konkreter Alltagssituationen entwickelt werden.

> „Gute Digitalpolitik entsteht im Austausch mit den Menschen, für die sie gemacht wird.“

Bei der Auftaktveranstaltung ging es unter anderem darum, wie Bürger Behördengänge schneller erledigen können. Auch der bürokratische Aufwand für Unternehmen und der Zugang zu digitalen Dienstleistungen wurden diskutiert.

Digitalstaatssekretärin Starke stellte die Digitalstrategie „Smart State“ vor. Sie bildet den Fahrplan der Landesregierung für die weitere Verwaltungsdigitalisierung in Thüringen.

ThüringenApp soll noch 2026 starten

Ein zentrales Vorhaben ist die geplante ThüringenApp. Sie soll noch in diesem Jahr bereitgestellt werden und als „Behörde in der Hosentasche“ den mobilen Zugang zu Verwaltungsleistungen ermöglichen.

Behördengänge und Anträge sollen damit künftig über das Smartphone erledigt werden können. Welche Leistungen zum Start verfügbar sein werden und wie schnell weitere Angebote hinzukommen, wurde in der Mitteilung noch nicht erläutert.

> „Weniger Aufwand, mehr Service. Weniger Zeit für Behördengänge und mehr Zeit für das Wesentliche.“

Als weiteres Digitalprojekt nannte das Ministerium das Freiwillige Soziale Jahr Digital. Es soll jungen Menschen digitale Kompetenzen vermitteln und ihnen berufliche Perspektiven in diesem Bereich eröffnen.

Weitere Dialoge in Eisenach und Bad Frankenhausen

Die Gesprächsreihe soll in verschiedenen Regionen Thüringens fortgesetzt werden. Der nächste Digital Dialog findet am 19. Oktober 2026 in Eisenach statt. Eine weitere Veranstaltung ist für den 16. November in Bad Frankenhausen geplant.

Das Ministerium will bei den Terminen unterschiedliche Erwartungen und Erfahrungen sammeln. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche digitalen Dienstleistungen Bürger und Unternehmen benötigen und wie diese möglichst verständlich angeboten werden können.