Rund 100 Teilnehmende haben sich beim dritten Promotionstag der brandenburgischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften an der Technischen Hochschule Brandenburg ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand das neue Promotionskolleg, das nach der Verleihung des Promotionsrechts nun die Einschreibung seiner ersten Promovierenden vorbereitet.
Gastgeberin des Promotionstages am 1. September 2026 war die Technische Hochschule Brandenburg (THB). Mit rund 100 Gästen und vier parallel angebotenen Workshops erreichte die Veranstaltung nach Angaben der Hochschule neue Höchstwerte. Teilgenommen haben Promovierende, Promotionsbetreuende sowie Vertreterinnen und Vertreter der vier beteiligten Hochschulen.
Staffelstab für das Promotionskolleg
Zum Auftakt begrüßte THB-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Sören Hirsch die Gäste. Anschließend wurde das kürzlich verliehene Promotionsrecht für das gemeinsame Kolleg der brandenburgischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften gewürdigt.
Nicole Pacha vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur übergab einen symbolischen Staffelstab an Vertreterinnen und Vertreter der TH Wildau, der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, der Fachhochschule Potsdam und der Technischen Hochschule Brandenburg. Danach wurde der Staffelstab an die Geschäftsstelle des Promotionskollegs weitergereicht. Sie informierte über die organisatorischen Schritte, die bis zur Einschreibung der ersten Promovierenden noch notwendig sind.
Mit dem Promotionsrecht können die beteiligten Hochschulen wissenschaftlichen Nachwuchs künftig innerhalb des gemeinsamen Kollegs eigenständig zur Promotion führen. Zugleich soll die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen und Hochschulstandorten gestärkt werden.
Forschung von Stadtklima bis KI
Erstmals waren auch Promotionsbetreuende zum Promotionstag eingeladen. Bei einer Postersession diskutierten sie gemeinsam mit den Promovierenden über mögliche Forschungsfelder. Die vorgestellten Themen reichten von Konzepten zur Analyse der Wärmeentwicklung in Städten und dem Verlust biologischer Vielfalt bis zu Anwendungen künstlicher Intelligenz in Medizin, Forschung und Wirtschaft.
Am Nachmittag standen vier Workshops auf dem Programm. Sie beschäftigten sich mit KI in der Literaturrecherche, akademischem Wissensmanagement mit Obsidian, den Bedingungen einer guten Promotionsbetreuung und beruflichen Perspektiven nach dem Abschluss. Die Angebote verbanden fachliche Impulse mit praktischen Hilfen für den wissenschaftlichen Alltag.
Beim abschließenden Austausch ging es außerdem um Unterstützungsangebote, die jährliche Orientierungswoche und die künftige Gestaltung des Promotions- und Forschungskolloquiums. Die Gesellschaft der Freunde der Technischen Hochschule Brandenburg unterstützte die Veranstaltung und stellte unter anderem Preise für die besten wissenschaftlichen Poster bereit.
Nächste Treffen in Wildau
Die nächste Nachwuchswissenschaftlerkonferenz richtet die TH Wildau im Juni 2027 aus. Im September 2027 soll dort auch der nächste gemeinsame Promotionstag der vier brandenburgischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften stattfinden.