INKOTA beleuchtet Arbeitsbedingungen und Klimafolgen

Was hinter dem Kaffee steckt: Ausstellung über Handel und Ausbeutung startet in Eberswalde

Kaffee gehört für Millionen Menschen zum Alltag. Eine neue Ausstellung in der Maria-Magdalenen-Kirche in Eberswalde zeigt ab Sonntag, welche globalen Lieferketten, Arbeitsbedingungen und Umweltprobleme hinter dem beliebten Getränk stehen.

Von Marlene Vogt 1 Min. Lesezeit

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Kaffee ist für viele Menschen ein alltägliches Genussmittel. Doch bevor die Bohnen in deutschen Supermärkten oder Cafés landen, haben sie häufig Tausende Kilometer und mehrere Handelsstufen hinter sich. Eine neue Ausstellung in Eberswalde beleuchtet ab Sonntag genau diese globale Lieferkette.

Die Ausstellung trägt den Titel „Kaffee – Genuss. Macht. Ausbeutung“.

Sie wird in der Maria-Magdalenen-Kirche gezeigt und soll am 9. August eröffnet werden.

Vom Anbau bis zum Verkauf

Die Schau beschäftigt sich mit der Frage, unter welchen Bedingungen Kaffee angebaut und gehandelt wird.

Im Mittelpunkt stehen dabei auch die Menschen, die auf Plantagen oder in kleineren landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verteilung der Einnahmen innerhalb der Lieferkette.

Während Kaffee in Europa zu vergleichsweise hohen Preisen verkauft wird, profitieren Produzenten in den Herkunftsländern davon häufig nur begrenzt.

Klimawandel bedroht Anbauregionen

Neben wirtschaftlichen und sozialen Fragen thematisiert die Ausstellung auch ökologische Herausforderungen.

Kaffeepflanzen reagieren empfindlich auf Veränderungen von Temperatur und Niederschlag.

Der Klimawandel kann deshalb traditionelle Anbaugebiete langfristig unter Druck setzen.

Hinzu kommen Fragen des Wasserverbrauchs und der landwirtschaftlichen Nutzung.

INKOTA hat Wurzeln in der DDR

Hinter der Ausstellung steht die entwicklungspolitische Organisation INKOTA.

Sie entstand bereits in den 1970er-Jahren aus kirchlichen Initiativen in der DDR.

Heute beschäftigt sich der Verein unter anderem mit fairem Handel, globaler Gerechtigkeit und nachhaltiger Landwirtschaft.

Die Ausstellung soll mehrere Wochen in Eberswalde zu sehen sein.

Quellen

Stadt Eberswalde – Veranstaltungskalender.

INKOTA – Ausstellung „Kaffee – Genuss. Macht. Ausbeutung“.

Themen: EberswaldeAusstellungKaffeeINKOTAFairer HandelMaria-Magdalenen-Kirche

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