Polizeikontrolle auf Rastplatz – zwei kleine Kinder waren im Fahrzeug

1,7 Kilogramm Kokain im Auto: Mann auf Fahrt von Berlin nach Leipzig festgenommen

Bei einer Polizeikontrolle ist ein 35-jähriger Mann mit mehr als 1,7 Kilogramm Kokain erwischt worden. Der Verdächtige war mit seiner Freundin und deren zwei und sieben Jahre alten Kindern von Berlin nach Leipzig unterwegs. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen.

Von Emilia Schubert 2 Min. Lesezeit

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Die Leipziger Kriminalpolizei stellte bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Rückfahrt von Berlin nach Leipzig 1,73 Kilogramm Kokain sicher.
Die Leipziger Kriminalpolizei stellte bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Rückfahrt von Berlin nach Leipzig 1,73 Kilogramm Kokain sicher. Foto: Polizei Sachsen

Berlin/Leipzig. Eine Autofahrt von Berlin nach Leipzig hat für einen 35-jährigen Mann in Untersuchungshaft geendet. Polizeibeamte entdeckten am Mittwoch, 4. November 2026, bei einer Kontrolle auf einem Rastplatz mehr als 1,7 Kilogramm Kokain in seinem Fahrzeug. Besonders bemerkenswert: Neben dem Fahrer befanden sich seine Freundin und deren zwei kleine Kinder im Wagen.

Die Polizei bestätigte den Drogenfund am Freitag, 6. November. Ein Ermittlungsrichter erließ inzwischen Haftbefehl gegen den 35-Jährigen.

Mehr als 1,7 Kilogramm Kokain entdeckt

Der Mann war gemeinsam mit seiner Freundin und deren Kindern im Alter von zwei und sieben Jahren unterwegs. Das Fahrzeug hatte Berlin verlassen und sollte nach Leipzig fahren.

Während einer Polizeikontrolle auf einem Rastplatz entdeckten die Beamten die erhebliche Menge Kokain.

Nach bisherigen Erkenntnissen bestand der Verdacht, dass der 35-Jährige die Betäubungsmittel nach Leipzig transportieren wollte.

Die sichergestellte Menge von mehr als 1,7 Kilogramm liegt deutlich über dem Bereich, der typischerweise mit geringfügigen Drogendelikten verbunden ist.

Zwei Kinder befanden sich im Fahrzeug

Besonders auffällig an dem Fall ist die Anwesenheit der beiden Kinder während des mutmaßlichen Drogentransports.

Die Kinder waren erst zwei und sieben Jahre alt und befanden sich gemeinsam mit ihrer Mutter im Fahrzeug.

Nach der Festnahme des 35-Jährigen kümmerten sich die Polizeibeamten um die weiteren Insassen. Die Frau und ihre beiden Kinder wurden von der Polizei nach Leipzig gebracht.

Ob die Frau Kenntnis von den mitgeführten Drogen hatte, ist bislang nicht bekannt. Auch über eine mögliche Beteiligung weiterer Personen liegen keine gesicherten Informationen vor.

Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl

Nach dem Drogenfund wurde der 35-Jährige einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Mann.

Welche konkreten strafrechtlichen Vorwürfe Gegenstand des Haftbefehls sind, wurde in den bislang vorliegenden Informationen nicht näher erläutert.

Der Handel mit und der Transport von Kokain können je nach Tatvorwurf, Menge und weiteren Umständen erhebliche strafrechtliche Konsequenzen haben.

Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Auch Wohnung des Verdächtigen durchsucht

Wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte, hatten die Ermittler bereits im Vorfeld Hinweise auf den geplanten Drogentransport erhalten. Der 35-jährige Tunesier war der Polizei im Zusammenhang mit Betäubungsmittelhandel bekannt.

Die Beamten beobachteten, dass er in Berlin eine Tüte abholte, die nach späteren Erkenntnissen genau 1,73 Kilogramm Kokain enthielt.

Nach der Kontrolle durchsuchten die Ermittler neben dem Fahrzeug auch die Wohnung des Mannes. Dabei fanden sie geringe Mengen weiterer Betäubungsmittel sowie eine Feinwaage.

Das Fahrzeug wurde sichergestellt, der Verdächtige vorläufig festgenommen und in das zentrale Polizeigewahrsam der Polizeidirektion Leipzig gebracht.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Leipzig am Donnerstag, 5. November, Haftbefehl wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Ermittlungen dauern an.

Themen: BerlinLeipzigDrogenhandelKriminalpolizeiPolizeikontrolleKokainBetäubungsmittelUntersuchungshaft

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