Der sächsische Arbeitsmarkt hat sich im August weiter abgeschwächt. Rund 157.000 Menschen waren ohne Arbeit, während viele Unternehmen bei Neueinstellungen vorsichtig blieben.
Arbeitslosigkeit in Sachsen nimmt zu
Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um rund 2.000. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,2 auf 7,3 Prozent.
Ein Teil der Entwicklung lässt sich mit der üblichen Sommerpause erklären. Junge Menschen melden sich nach dem Ende ihrer Ausbildung vorübergehend arbeitslos, bevor sie eine neue Stelle oder eine weitere Qualifikation beginnen.
Die wirtschaftliche Unsicherheit verschärft die Lage. Besonders Industriebetriebe halten sich mit Einstellungen zurück oder bauen Stellen ab.
Chemnitz hat die höchste Arbeitslosenquote
Deutliche regionale Unterschiede prägen den Arbeitsmarkt. Chemnitz verzeichnet mit 10,4 Prozent die höchste Arbeitslosenquote im Freistaat.
In Leipzig liegt die Quote bei 9,3 Prozent. Vergleichsweise niedrig ist sie dagegen in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge mit 5,6 Prozent sowie im Erzgebirgskreis mit 5,8 Prozent.
Die Zahlen zeigen ein anhaltendes Gefälle zwischen den großen Städten und mehreren ländlichen Regionen. Sie sagen allerdings nichts über Lohnniveau, Pendlerbewegungen oder die Qualität der angebotenen Arbeitsplätze aus.
Industriekrise belastet den Arbeitsmarkt
Sachsens Wirtschaft hängt stark von der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und deren Zulieferern ab. Schwache Auftragslagen und hohe Kosten treffen deshalb viele Regionen unmittelbar.
Arbeitsmarktexperten rechnen nicht mit einer schnellen Erholung. Eine Verbesserung hängt vor allem von neuen Investitionen, einer stärkeren Nachfrage und verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen