Die Unsicherheit am Volkswagen-Standort Zwickau wächst. Der Konzern will bis Jahresende ein neues Konzept vorlegen, weil die bislang vereinbarten Sparmaßnahmen offenbar nicht ausreichen.
Volkswagen prüft weitere Einsparungen
Volkswagen hatte bereits angekündigt, bis 2030 rund 50.000 Stellen abzubauen. Konzernchef Oliver Blume hält darüber hinaus weitere Einsparungen für notwendig.
Nach Medienberichten könnten zusätzliche Maßnahmen mehrere deutsche Standorte betreffen. Neben Zwickau werden dabei auch Emden, Hannover und Neckarsulm genannt.
Eine Entscheidung über die Zukunft einzelner Werke liegt bisher nicht vor. Aussagen über konkrete Werksschließungen wären deshalb verfrüht.
VW-Werk Zwickau wartet auf Klarheit
Bei einer Betriebsversammlung in Zwickau blieben nach Angaben der IG Metall zentrale Fragen offen. Die Beschäftigten erwarten Informationen zur künftigen Auslastung und zur langfristigen Beschäftigungssicherung.
Das Werk wurde mit Milliardeninvestitionen zu einem wichtigen Standort für Elektroautos umgebaut. Die schwächere Nachfrage nach einigen Modellen und der internationale Preisdruck belasten jedoch das Geschäft.
Zwickau steht damit beispielhaft für die Probleme der deutschen Autoindustrie. Von dem Werk hängen auch zahlreiche Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern in Westsachsen ab.
Entscheidung soll bis Jahresende fallen
Volkswagen will die nächsten Schritte bis Ende 2026 ausarbeiten. Betriebsrat und IG Metall verlangen verbindliche Zusagen für die deutschen Standorte.
Für die Region geht es nicht nur um die Arbeitsplätze im Werk. Weitere Einschnitte könnten auch kommunale Einnahmen, Ausbildungsplätze und die wirtschaftliche Entwicklung in Westsachsen treffen.
Quelle: Volkswagen, IG Metall und dpa