Das anhaltende Niedrigwasser erschwert den Gütertransport in Berlin und Brandenburg. Beide Länder lassen bestimmte Lastwagen länger an Sonntagen fahren, weil Binnenschiffe einen Teil ihrer Ladung nicht mehr befördern können.
Niedrigwasser beschränkt die Binnenschifffahrt
Niedrige Pegelstände zwingen Frachtschiffe dazu, weniger Ladung aufzunehmen. Andernfalls würde ihr Tiefgang für einzelne Flüsse, Kanäle oder Hafenbereiche nicht ausreichen.
Unternehmen müssen Güter deshalb teilweise auf Lastwagen oder Güterzüge umladen. Das erhöht den organisatorischen Aufwand und kann Lieferungen verteuern.
Betroffen sind vor allem schwere Massengüter, Baustoffe und andere Waren, die üblicherweise über Wasser transportiert werden.
Sonntagsfahrverbot wird teilweise gelockert
Berlin und Brandenburg verlängern die Ausnahme vom Sonntagsfahrverbot bis Ende September. Sie gilt nur für Transporte, die wegen der eingeschränkten Binnenschifffahrt auf die Straße verlagert werden müssen.
Für alle anderen Lastwagen bleibt das reguläre Fahrverbot bestehen. Die Ausnahme stellt damit keine generelle Freigabe des Schwerlastverkehrs an Sonn- und Feiertagen dar.
Speditionen müssen nachweisen können, dass ihre Fahrt im Zusammenhang mit den Problemen der Binnenschifffahrt steht.
Mehr Verkehr auf Straßen möglich
Die Regelung soll Lieferketten stabilisieren und Engpässe verhindern. Anwohner entlang wichtiger Transportstrecken müssen jedoch mit zusätzlichen Lastwagen rechnen.
Wie lange die Probleme anhalten, hängt von den Niederschlägen und der Entwicklung der Pegelstände ab. Bleibt der Regen aus, könnte das Niedrigwasser die regionale Wirtschaft weiter belasten.
Quelle: Länder Berlin und Brandenburg