Berlin und Brandenburg meldeten im August zusammen 316.590 Arbeitslose. Auch in Mecklenburg-Vorpommern stieg die Zahl der Erwerbslosen, während dort gleichzeitig weniger Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren.
Berlin erreicht eine Quote von 10,6 Prozent
In Berlin waren im August 227.960 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 4.097 Personen mehr als im Juli.
Die Arbeitslosenquote stieg innerhalb eines Monats von 10,4 auf 10,6 Prozent. Im August des vergangenen Jahres hatte sie bei 10,5 Prozent gelegen.
Damit entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt auch gegenüber dem Vorjahr leicht nach oben.
Brandenburg meldet 88.630 Arbeitslose
In Brandenburg registrierte die Bundesagentur für Arbeit im August insgesamt 88.630 Erwerbslose. Gegenüber Juli erhöhte sich die Zahl um 1.084 Personen.
Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Damit erreichte sie denselben Stand wie im August 2025.
Die Regionaldirektion führt einen Teil des Anstiegs auf die Sommerpause zurück. Viele Unternehmen haben Betriebsferien und Weiterbildungen beginnen häufig erst nach dem Ende der Schulferien.
Mecklenburg-Vorpommern verliert Beschäftigung
In Mecklenburg-Vorpommern waren im August rund 64.200 Menschen arbeitslos. Das entsprach einem Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber Juli.
Die Arbeitslosenquote blieb bei 7,8 Prozent. Im Vergleich zum August 2025 ging die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 1.500 Personen zurück.
Gleichzeitig sank die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Im Juni gab es im Nordosten rund 3.300 Arbeitsplätze weniger als ein Jahr zuvor.
Die Arbeitsagentur sieht darin auch eine Folge des demografischen Wandels. Mehr Menschen verlassen den Arbeitsmarkt in Richtung Ruhestand, als neue Beschäftigte nachkommen.
Tausende Lehrstellen bleiben unbesetzt
In Berlin und Brandenburg sind nach Angaben der Unternehmensverbände noch rund 14.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Arbeitsagenturen weisen lediglich etwa 7.500 freie Stellen aus.
Die Verbände erklären den Unterschied damit, dass nicht alle Unternehmen ihre offenen Ausbildungsplätze melden. Besonders in Brandenburg sei das Angebot wegen der demografischen Entwicklung groß.
In Mecklenburg-Vorpommern waren zugleich rund 15.200 offene Arbeitsstellen gemeldet. Fachkräfte werden besonders im Gesundheitswesen, im Handel, im Bau, im Gastgewerbe und in der Industrie gesucht.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Regionaldirektion Berlin-Brandenburg; Regionaldirektion Nord