Sondershausen startet eine neue Kampagne zur Vermittlung leer stehender Gewerberäume. Die blaue Figur Lui Lücke soll auf freie Ladenlokale aufmerksam machen, ohne den Leerstand ausschließlich als Problem darzustellen.

Lui Lücke zieht in leere Geschäfte ein

Das neue Leerstandsmonster ist blau, freundlich und bewusst auffällig gestaltet. Lui Lücke erscheint künftig in den Schaufenstern ungenutzter Gewerberäume in Sondershausen.

Kurze Botschaften sollen die Aufmerksamkeit von Passanten wecken. Dazu gehören Sätze wie „Ich ziehe aus, wenn du einziehst“ oder „Ich bin hier der einzige Stammkunde“.

Das Ziel der Kampagne lautet: Sobald ein Gründer, Gastronom, Dienstleister oder anderes Unternehmen die Fläche übernimmt, muss Lui Lücke wieder ausziehen.

Fünf Eigentümer beteiligen sich zum Start

Bürgermeister Steffen Grimm, Citymanagerin Kathrin Kilian und Agenturgeschäftsführer Martin Ludwig stellten die Kampagne am 26. August vor. Zunächst beteiligen sich fünf Eigentümer mit ihren Gewerbeobjekten.

Ursprünglich hatte die Stadt zehn Flächen für die Aktion vorgesehen. Die betreffenden Ladenlokale befinden sich in privatem Eigentum und gehören nicht der Stadt Sondershausen.

Das Citymanagement will die Eigentümer bei der Vermarktung unterstützen. Gleichzeitig sollen potenzielle Mieter schneller erfahren, welche Räume verfügbar sind.

QR-Codes führen zu Exposés und Nutzungsideen

An den teilnehmenden Objekten informieren Plakate, Roll-ups und Exposés über die jeweiligen Gewerbeflächen. QR-Codes führen zu einer städtischen Internetseite mit Fotos, Eckdaten und weiteren Informationen.

Die Kampagne zeigt außerdem mögliche Nutzungen der Räume. Mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden Visualisierungen und animierte Videos, die beispielsweise ein Café oder ein anderes Geschäft in der jeweiligen Fläche darstellen.

Damit will die Stadt nicht nur vorhandenen Leerstand dokumentieren. Sie möchte Interessenten eine konkrete Vorstellung davon vermitteln, welches wirtschaftliche Potenzial die Räume besitzen.

Stadt sucht Handel, Gastronomie und Büros

Leer stehende Geschäfte beeinträchtigen nach Einschätzung der Stadt das Erscheinungsbild und die Aufenthaltsqualität der Innenstadt. Sie können außerdem zu sinkender Kundenfrequenz und geringerer Kaufkraft beitragen.

Die Kampagne richtet sich deshalb nicht ausschließlich an klassische Einzelhändler. Auch Gastronomiebetriebe, Dienstleister, Büros und neue Geschäftskonzepte kommen als Nutzer infrage.

Die Idee zu Lui Lücke entstand im Citymanagement der Stadtverwaltung. Martin Ludwig von der Sondershäuser Agentur Maniax@Work entwickelte die Figur mithilfe künstlicher Intelligenz und arbeitete gemeinsam mit der Stadt am weiteren Kampagnenauftritt.

Quelle: Stadt Sondershausen; Pressemitteilung zur Leerstandsmarketingkampagne „Lui Lücke“