Sechs Hellweg-Standorte in Berlin und Brandenburg könnten durch andere Händler fortgeführt werden. Für fünf weitere Märkte gibt es noch keine Lösung, weshalb ihnen bis Ende November die Schließung droht.
Fünf Baumärkte haben noch keinen Käufer
Betroffen sind die Hellweg-Märkte in Ahrensfelde-Blumberg, Berlin-Biesdorf, Berlin-Köpenick und Schwielowsee. Auch für den BayWa-Bau- und Gartenmarkt in Templin wurde bislang kein Investor gefunden.
Der Geschäftsbetrieb läuft an diesen Standorten zunächst weiter. Gespräche mit möglichen Käufern dauern nach Angaben des Unternehmens an.
Findet sich keine Fortführungslösung, sollen die Märkte voraussichtlich bis Ende November schließen.
Beschäftigte haben Kündigungen erhalten
Die Angestellten der fünf bislang nicht übernommenen Filialen erhielten bereits Kündigungen. Das Unternehmen begründete den Schritt mit der weiterhin unsicheren Zukunft der Standorte.
Wie viele Menschen konkret betroffen sind, wurde nicht bekannt. Durchschnittlich arbeiten in einer Filiale etwa 30 bis 35 Beschäftigte.
Damit könnten allein an den fünf gefährdeten Standorten rechnerisch zwischen 150 und 175 Arbeitsplätze betroffen sein.
Sechs Märkte könnten erhalten bleiben
Voraussichtliche Käufer gibt es für die Filialen in Berlin-Tiergarten und an der Berliner Yorckstraße. Auch die Märkte in Brandenburg an der Havel, Dahlwitz-Hoppegarten, Falkensee und Potsdam könnten weitergeführt werden.
Die Investoren sollen die Standorte und die dortigen Beschäftigten übernehmen. Teilweise stehen die Verkäufe noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Freigaben oder endgültiger Vereinbarungen mit den Vermietern.
Die Marke Hellweg soll jedoch verschwinden. Die übernommenen Märkte werden künftig unter anderen Namen geführt.
Hellweg und BayWa werden abgewickelt
Für 35 der mehr als 110 Filialen in Deutschland gibt es nach Unternehmensangaben voraussichtlich Käufer. Die Baumarktkette Obi will bundesweit bis zu zwölf Hellweg- und BayWa-Standorte übernehmen.
Hellweg und BayWa Bau & Garten hatten Mitte Juni Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Essen eröffnete die Verfahren am 27. August.
Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nannten die Unternehmen Lieferengpässe, geopolitische Unsicherheiten und eine schwache Konsumnachfrage. Hinzu kamen steigende Mieten und inflationsbedingte Kosten.
Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg; Hellweg und BayWa Bau & Garten