Lichtshow verwandelt das Große Haus

Spielzeitauftakt am Schillerplatz

Zum Auftakt der neuen Spielzeit verwandelt sich die Fassade des Großen Hauses in eine bewegte Projektionsfläche. Am 26. September lässt Künstler Gregor Eisenmann Architektur, Bilder und Licht miteinander verschmelzen. Der Eintritt ist frei.

Von Helena Markwardt 2 Min. Lesezeit

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Staatstheater im Licht_Beispielvisualisierung
Staatstheater im Licht_Beispielvisualisierung Foto: Foto (c) Gregor Eisenmann

Wenn die Fassade plötzlich in Bewegung gerät

Das Große Haus wird für einen Abend selbst zur Bühne.

Am Samstag, 26. September 2026, beginnt um 22 Uhr die Veranstaltung „Staatstheater im Licht“. Eine großformatige Lichtinstallation verwandelt die Außenfassade des Theaters am Schillerplatz in eine bewegte Projektionsfläche. Der Eintritt ist frei.

Damit startet die neue Spielzeit nicht nur im Inneren des Theaters, sondern sichtbar mitten im öffentlichen Raum.

Linien verschieben sich, Ornamente lösen sich auf

Verantwortlich für die Lichtprojektion ist der Künstler Gregor Eisenmann.

Seine Installation greift die Architektur des Großen Hauses auf und verändert sie optisch. Linien wandern über die Fassade, Ornamente scheinen sich aufzulösen und Gebäudeteile öffnen sich scheinbar vor den Augen des Publikums.

Auch Bilder aus dem Staatstheater werden auf die Außenhaut projiziert. Dadurch soll der Eindruck entstehen, als könne das Publikum für einen Moment durch die Mauern des Hauses hindurchsehen.

Die Grenze zwischen Gebäude und Inszenierung verschwindet damit zumindest optisch.

Theater verlässt für einen Abend seine Mauern

Die Idee geht über eine klassische Fassadenbeleuchtung hinaus.

Architektur, Projektionen und Bilder aus dem Theater werden miteinander verbunden. Das Geschehen im Inneren des Hauses wird gewissermaßen nach außen getragen und Teil des öffentlichen Raumes.

Gerade die markante Fassade des Großen Hauses bietet dafür eine große Projektionsfläche.

Statt Bühnenbild, Vorhang und Zuschauerraum steht an diesem Abend das Theatergebäude selbst im Mittelpunkt.

Schillerplatz wird zum Treffpunkt

Begleitet wird die Lichtinstallation von Musik und Getränken unter freiem Himmel.

Damit soll sich der Schillerplatz für den Abend in einen Treffpunkt rund um das Theater verwandeln.

Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an regelmäßige Theaterbesucher. Alle Interessierten sind eingeladen, das Gebäude aus einer ungewohnten Perspektive zu erleben.

Durch den freien Eintritt bleibt die Veranstaltung zudem ohne Zugangshürde.

Fotowettbewerb begleitet den Abend

Wer die ungewöhnlichen Bilder festhalten möchte, kann sich außerdem an einem Fotowettbewerb beteiligen.

Besucher können ihre fotografischen Eindrücke der Lichtinstallation einreichen. Aus den Einsendungen werden drei Gewinnerfotos ausgewählt. Die Gewinner erhalten jeweils eine TheaterCard. Weitere Details zur Teilnahme will das Theater noch online veröffentlichen.

Damit dürfte die Lichtshow nicht nur auf dem Schillerplatz selbst sichtbar werden, sondern anschließend auch in zahlreichen Fotografien weiterleben.

Ein ungewöhnlicher Auftakt für die neue Spielzeit

Mit „Staatstheater im Licht“ beginnt die neue Saison bewusst außerhalb des klassischen Bühnenraums.

Die Inszenierung macht aus der Fassade eine temporäre Bühne und verbindet Theater, Architektur und Stadtleben miteinander.

Für das Publikum ergibt sich dadurch ein seltenes Bild: Ein vertrautes Gebäude verändert scheinbar seine Form, Mauern beginnen sich zu bewegen und Szenen aus dem Inneren wandern über die Außenfassade.

Am 26. September ab 22 Uhr wird das Große Haus damit für einen Abend selbst zur Vorstellung.

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