Im Jugendwerk Rolandmühle in Burg werden derzeit 34 junge Menschen im Programm STABIL begleitet. Das Angebot richtet sich an unter 27-Jährige mit schwierigen Startbedingungen und soll ihnen den Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung erleichtern. Wie das Sozialministerium Sachsen-Anhalt mitteilt, haben sich Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne und Landrat Dr. Steffen Burchhardt vor Ort über die Umsetzung des Projekts informiert.
Mehr als 2.200 junge Menschen seit 2022 erreicht
Seit 2022 wurden landesweit mehr als 2.200 junge Menschen über STABIL erreicht.
Fast 150 Teilnehmende wechselten anschließend in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, 180 begannen eine Ausbildung und 345 gingen in weiterführende Maßnahmen.
Angebot richtet sich an schwer erreichbare Jugendliche
STABIL richtet sich an junge Menschen, die durch reguläre Angebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter nicht oder nicht mehr erreicht werden.
Dazu zählen unter anderem Schulabgänger ohne Abschluss, Ausbildungsabbrecher und junge Menschen mit besonderem sozialpädagogischem Unterstützungsbedarf.
Jugendarbeitslosigkeit bleibt Herausforderung
Im Juli 2026 waren in Sachsen-Anhalt 10.284 Menschen zwischen 15 und unter 25 Jahren arbeitslos.
Das entspricht einem Anteil von 9,6 Prozent; im Jerichower Land lag der Wert bei 8,4 Prozent beziehungsweise 325 Personen.
Projekt wird mit ESF+-Mitteln finanziert
STABIL wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds plus und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Das Projekt ist Teil des im Juni 2026 vorgestellten „Masterplans Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalt“.
Jugendarbeitslosigkeit soll bis 2030 sinken
Mit dem Masterplan wollen Land, Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsagenturen und Jobcenter den Übergang von Schule in Ausbildung und Beschäftigung verbessern.
Bis 2030 soll die Jugendarbeitslosigkeit auf unter vier Prozent sinken und zugleich der Anteil junger Menschen mit Berufsabschluss steigen.
Quelle:
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt