Grundstein für Erweiterungsbau gelegt

Dresden. Das Städtische Klinikum Dresden baut seine Ausbildungskapazitäten für Gesundheits- und Pflegeberufe deutlich aus. Auf dem Gelände der Medizinischen Berufsfachschule wurde am Freitag der Grundstein für einen zweigeschossigen Erweiterungsbau gelegt.

Gemeinsam mit Auszubildenden versenkten Staatssekretärin Dagmar Neukirch, Dresdens Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann und Vertreter des Klinikums eine Zeitkapsel.

Die Bauarbeiten selbst laufen bereits seit Juni.

5,93 Millionen Euro werden investiert

Insgesamt investiert das Städtische Klinikum rund 5,93 Millionen Euro in die Erweiterung.

Den größten Teil trägt der Freistaat Sachsen. Rund 4,6 Millionen Euro werden aus Landesmitteln bereitgestellt.

Entstehen sollen moderne Klassenräume sowie spezielle Simulationsräume für die praktische Ausbildung.

Damit soll Unterricht künftig stärker mit realitätsnahen Übungssituationen verbunden werden.

144 zusätzliche Ausbildungsplätze

Besonders wichtig ist die Erweiterung der Kapazitäten.

Die Zahl der Ausbildungsplätze soll um 144 Plätze steigen.

Bereits heute werden an der Medizinischen Berufsfachschule rund 670 Fachkräfte in unterschiedlichen Gesundheitsfachberufen ausgebildet.

Die Schule gehört damit zu den größeren Ausbildungseinrichtungen dieser Art in Sachsen.

Pflegekräfte dringend gesucht

Hinter der Investition steht der zunehmende Bedarf an qualifiziertem Personal im Gesundheitswesen.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen konkurrieren um Fachkräfte. Gleichzeitig steigt durch den demografischen Wandel langfristig der Bedarf an medizinischer und pflegerischer Versorgung.

Das Klinikum setzt deshalb darauf, mehr Nachwuchs selbst auszubilden und frühzeitig an den Standort zu binden.

Schulleiterin Astrid Fuhrmann sieht in den zusätzlichen Räumen vor allem bessere Möglichkeiten für eine praxisnahe Ausbildung.

Neben klassischen Unterrichtsräumen entstehen Simulationsflächen, auf denen Auszubildende medizinische und pflegerische Situationen möglichst realitätsnah üben können.

Ausbildung soll näher an der Praxis sein

Gerade in Gesundheitsberufen reicht theoretisches Wissen allein nicht aus.

Handgriffe, Abläufe und Entscheidungen müssen unter realistischen Bedingungen trainiert werden, bevor Auszubildende sie später im klinischen Alltag anwenden.

Die geplanten Simulationsräume sollen genau das ermöglichen.

Auch für Assistenz- und Pflegeberufe soll dadurch die Verbindung zwischen Unterricht und praktischem Einsatz gestärkt werden.

Klinikum beschäftigt rund 4.000 Menschen

Das Städtische Klinikum Dresden gehört zu den großen Arbeitgebern der Region.

Rund 4.000 Beschäftigte arbeiten dort. Jährlich werden etwa 60.000 Patienten stationär und rund 129.000 Patienten ambulant behandelt.

Das Klinikum ist zugleich Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden.

Mit der eigenen Berufsfachschule bildet es darüber hinaus Pflegekräfte und medizinische Assistenzberufe selbst aus.

Teil eines größeren Umbaus

Der Neubau ist nicht als einzelnes Bauprojekt gedacht.

Das Klinikum ordnet die Erweiterung in seinen langfristigen Transformationsprozess ein. Dazu gehören Investitionen in Gebäude, medizinische Infrastruktur und Fachkräftesicherung.

Mit zusätzlichen Ausbildungsplätzen soll verhindert werden, dass fehlendes Personal künftig zum begrenzenden Faktor für die medizinische Versorgung wird.

Rohbau bereits gestartet

Obwohl die symbolische Grundsteinlegung erst jetzt erfolgte, laufen die Arbeiten bereits seit Juni 2026.

Der Erweiterungsbau soll künftig zusätzliche Auszubildende aufnehmen und gleichzeitig bessere Bedingungen für den bestehenden Unterricht schaffen.

Damit investiert Dresden nicht nur in neue Räume, sondern vor allem in die Frage, wer in den kommenden Jahren in Kliniken und Pflegeeinrichtungen arbeiten wird.