Auf bestehenden Gebäuden in Berlin-Mitte könnte erheblicher neuer Wohnraum entstehen. Eine Analyse sieht kurzfristig Potenzial für rund 1.800 Wohnungen, wenn geeignete Häuser ausgebaut oder aufgestockt werden.

Platz für etwa 3.600 zusätzliche Bewohner

Der Fachbereich Stadtplanung ließ die Dachflächen im Bezirk untersuchen. Das kurzfristig bis mittelfristig aktivierbare Potenzial entspricht nach Angaben des Bezirksamtes ungefähr 1.800 Wohnungen für rund 3.600 Menschen.

Untersucht wurden Gebäude landeseigener Wohnungsunternehmen, von Genossenschaften und privater Eigentümer.

Langfristig bis zu 10.000 weitere Einheiten

Die Untersuchung nennt darüber hinaus erheblich größere langfristige Möglichkeiten. Ein Dachscan und eine räumliche Gebäudeanalyse ergaben Potenziale von bis zu weiteren 10.000 Wohneinheiten auf Wohnbau- und anderen geeigneten Flächen.

Diese Zahl beschreibt jedoch keine bereits genehmigten Bauvorhaben.

Brandschutz und Baurecht entscheiden

Nicht jedes Gebäude kann ohne Weiteres aufgestockt werden. Planung, Statik, Brandschutz und das jeweilige Baurecht müssen für jedes Vorhaben einzeln geprüft werden.

Der Bezirk sieht besonders bei zusammenhängenden Beständen von Wohnungsunternehmen und Genossenschaften Chancen. Aufstockungen könnten dort mit energetischer Sanierung, Photovoltaik und Förderprogrammen verbunden werden.

Quelle: Bezirksamt Mitte von Berlin, Fachbereich Stadtplanung