Neue Energiespeicher, leistungsfähige Solarzellen und innovative elektronische Bauteile stehen im Mittelpunkt eines neuen Studienangebotes der Humboldt-Universität. Ab Oktober 2026 können sich Studierende auf dem Campus Adlershof interdisziplinär mit moderner Materialforschung beschäftigen.

Der englischsprachige Masterstudiengang „Science of Materials“ startet zum Wintersemester 2026/27. Das Studium ist auf vier Semester angelegt und richtet sich an Bachelorabsolventen naturwissenschaftlicher und verwandter Fachrichtungen.

Für den ersten Jahrgang stehen rund 30 Studienplätze zur Verfügung. Bewerbungen können noch bis zum 31. August 2026 eingereicht werden.

Studiengang beginnt im Oktober

Die ersten Studierenden nehmen ihr Studium im Oktober auf dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Campus Adlershof auf.

Das Programm ist am Institut für Chemie der Humboldt-Universität angesiedelt. Es ergänzt die bestehenden naturwissenschaftlichen Studienangebote um eine fachübergreifende Ausrichtung.

Grundlagen aus Chemie und Physik werden mit modernen Methoden der Materialforschung, computergestützten Verfahren und maschinellem Lernen verbunden.

Von der Materialentwicklung bis zum fertigen System

Der Studiengang soll ein umfassendes Verständnis der gesamten Materialentwicklung vermitteln.

Dazu gehören die Synthese neuer Materialien, deren Charakterisierung und die Simulation ihrer Eigenschaften. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung funktionaler Systeme.

Studierende sollen dadurch nicht nur einzelne Werkstoffe untersuchen, sondern verstehen, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen anwendbare Technologien entstehen können.

Materialwissenschaft als Schlüssel für Zukunftstechnologien

Materialwissenschaftliche Forschung spielt nach Angaben der Universität in zahlreichen Zukunftsfeldern eine zentrale Rolle.

Neue Materialien können beispielsweise leistungsfähigere Energiespeicher, effizientere Solarzellen und nachhaltigere Fertigungsverfahren ermöglichen. Auch in der Medizin, der Digitalisierung und bei elektronischen Bauelementen werden spezialisierte Werkstoffe benötigt.

Das Masterprogramm soll Studierende deshalb auf Tätigkeiten in Forschung, Industrie und technologieorientierten Unternehmen vorbereiten.

Karriere in Forschung, Industrie oder Startup-Szene

Nach Einschätzung von Professor Philipp Adelhelm vom Institut für Chemie eröffnet der Abschluss unterschiedliche berufliche Möglichkeiten.

Absolventen könnten anschließend in der wissenschaftlichen Forschung, in Industrieunternehmen oder in der Berliner Startup-Szene arbeiten.

Das Programm soll zugleich Grundlagen für Innovationen und Ausgründungen aus der Materialforschung schaffen. Berlin gilt dabei als bedeutender Standort für junge technologieorientierte Unternehmen.

Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte

Durch die Zusammenarbeit mit dem Center for the Science of Materials Berlin erhalten die Studierenden Zugang zu einem interdisziplinären Forschungsumfeld.

Sie können sich unter anderem mit neuen Materialien und Fertigungsmethoden beschäftigen. Weitere Themen sind nachhaltige Energiespeicherung, Perowskit-Solarzellen sowie hybride elektronische und optoelektronische Bauelemente.

Damit sollen die Lehrveranstaltungen eng mit aktuellen Forschungsfragen verbunden werden.

Maschinelles Lernen ergänzt klassische Naturwissenschaften

Neben chemischen und physikalischen Methoden spielen computergestützte Ansätze eine wichtige Rolle.

Maschinelles Lernen kann beispielsweise dabei helfen, große Mengen experimenteller Daten auszuwerten oder die Eigenschaften bislang nicht hergestellter Materialien vorherzusagen.

Das Studium verbindet damit klassische Laborarbeit mit Simulationen und datengetriebenen Verfahren.

Bewerbungsfrist endet am 31. August

Interessierte können sich bis zum 31. August 2026 für den neuen Studiengang bewerben.

Die Universität hat zunächst rund 30 Plätze vorgesehen. Zu den konkreten Zulassungsvoraussetzungen und den benötigten Bewerbungsunterlagen sollten Studieninteressierte die offiziellen Hinweise der Humboldt-Universität beachten.

Quellen

Humboldt-Universität zu Berlin – Pressemitteilung zum Start des englischsprachigen Masterstudiengangs „Science of Materials“, veröffentlicht am 5. August 2026.