Die Stadt Arnstadt bereitet sich systematischer auf Starkregen und mögliche Hochwasserlagen vor. Die Freiwillige Feuerwehr übernimmt inzwischen zugleich die Aufgaben der kommunalen Wasserwehr. Dazu gehören nicht nur mobile Schutzsysteme und Sandsäcke: Die Einsatzkräfte beobachten inzwischen auch die Pegelstände von Gera und Wipfra.
Damit soll eine drohende Hochwasserlage möglichst früh erkannt werden.
Thüringens Umweltminister Tilo Kummer hatte sich zuletzt bei einem Besuch im Arnstädter Feuerwehrgerätehaus über die vorhandene Technik und die weiteren Planungen informiert.
Sandsackfüllmaschine und mobiles Schutzsystem stehen bereit
Für die Erstausstattung der Wasserwehr erhielt Arnstadt 2024 Fördermittel in Höhe von 25.000 Euro.
Beschafft wurden unter anderem eine Sandsackfüllmaschine, ein mobiles Hochwasserschutzsystem, ein Notstromaggregat und ein Transportanhänger.
Damit können Einsatzkräfte bei lokalen Überflutungen schneller reagieren.
Neues Konzept reicht über die Stadtgrenze hinaus
Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit entlang der Wipfra.
Arnstadt entwickelt gemeinsam mit Kommunen im Einzugsgebiet ein integriertes Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept. Ziel ist es, Risiken nicht nur innerhalb einzelner Gemeindegrenzen zu betrachten.
Denn Wasser folgt im Ernstfall Einzugsgebieten und Flussläufen – nicht Verwaltungsgrenzen.
Quellen
Stadt Arnstadt Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten Freiwillige Feuerwehr Arnstadt
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