Der Naturgarten in der Kleingartenanlage „Am Stadtgraben“ wächst weiter. Vom 27. bis 29. August 2026 lädt die Lutherstadt Wittenberg gemeinsam mit dem Naturgarten e.V. erneut engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Mitmachbaustelle ein. Nach den Arbeiten zu Pfingsten sollen nun weitere Beete befüllt, zusätzliche Pflanzungen vorgenommen und der Eingangsbereich mit Trockenmauern, Totholz und Steinen naturnah gestaltet werden. 2026-08-27_MI_Mitmachbaustelle_Naturgarten_3. Durchgang.pdfPDF
Dritter Arbeitseinsatz nach den bisherigen Bauabschnitten
Die Mitmachbaustelle geht Ende August bereits in die dritte Runde.
Bei den vorherigen Einsätzen wurden unter anderem Beete mit Substrat gefüllt, Pflanzen gesetzt und Trockenmauern errichtet. Nun sollen diese Arbeiten fortgesetzt und weitere Bereiche des Gartens gestaltet werden.
Besonders der Eingangsbereich steht diesmal im Mittelpunkt. Dort sind zusätzliche Trockenmauern sowie Gestaltungselemente aus Totholz und Steinen vorgesehen.
Damit soll der Naturgarten Schritt für Schritt weiterentwickelt werden, ohne dass allein professionelle Firmen für die Umsetzung verantwortlich sind.
Ehrenamtliche Fachleute begleiten die Arbeiten
Die Teilnehmer arbeiten nicht ohne Anleitung.
Wie bereits bei den ersten beiden Durchgängen begleiten ehrenamtliche Mitglieder der Regionalgruppe Sachsen des Naturgarten e.V. die Baustelle fachlich.
Sie geben Hinweise zur naturnahen Gestaltung und unterstützen bei den praktischen Arbeiten.
Damit verbindet die Aktion freiwilliges Engagement mit fachlicher Betreuung.
Drei Tage lang kann mitgearbeitet werden
Die Mitmachbaustelle läuft über drei Tage.
Am Donnerstag, dem 27. August, und Freitag, dem 28. August, wird jeweils von 9 bis 17 Uhr gearbeitet.
Am Samstag, dem 29. August, ist die Baustelle von 9 bis 15 Uhr geöffnet.
Eine vorherige Anmeldung wird ausdrücklich erbeten und soll bis zum 25. August erfolgen.
Die Stadt empfiehlt außerdem, Arbeitshandschuhe, festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mitzubringen. Je nach Wetterlage sollte auch an Sonnenschutz gedacht werden.
Wer über eine eigene Schubkarre, Schippe oder einen Spaten verfügt, kann diese Werkzeuge ebenfalls mitbringen.
Naturgarten entsteht auf rund 785 Quadratmetern
Der neue Naturgarten nimmt im östlichen Bereich der Kleingartenanlage eine Fläche von etwa 785 Quadratmetern ein.
Der Haupteingang führt zunächst auf eine ungefähr 50 Quadratmeter große Platzfläche. Dort sind Sitzpodeste aus Holz und eine Trockenmauer vorgesehen.
Von dort aus soll ein Weg an verschiedenen Blühflächen und an der alten Bastionsmauer entlangführen.
Im weiteren Verlauf sind mehrere Aufenthalts- und Ruhebereiche geplant.
Etwa auf halber Strecke sollen zwei Hängematten zum Verweilen einladen. Auch ein Spielbereich für jüngere Besucher gehört zum Konzept.
Wege führen durch Blühflächen und unter alten Apfelbäumen
Der Naturgarten soll nicht nur einzelne Pflanzflächen bieten, sondern als zusammenhängender Rundgang erlebbar werden.
Im oberen Bereich ist ein weiterer Aufenthaltsplatz mit Sitzgelegenheiten vorgesehen. Von dort soll sich ein weiter Blick über die Gartenfläche und den unteren Senkgarten eröffnen.
Ein weiterer Pfad führt unter alten, knorrigen Apfelbäumen hindurch.
Wildstrauchhecken und ein Wildblumensaum sollen zusätzliche naturnahe Strukturen schaffen.
Geplant sind zudem Verbindungspfade, die den oberen Teil des Gartens mit dem Senkgarten verknüpfen.
Dadurch sollen verschiedene Aufenthalts- und Spielbereiche miteinander verbunden werden.
Teil des Entwicklungskonzepts für die Wallanlagen
Der Naturgarten ist Bestandteil eines größeren Entwicklungskonzepts für die Kleingartenanlage.
Der Stadtrat hatte dieses Konzept bereits im September 2021 beschlossen.
Die Umgestaltung ist nach Angaben der Stadt insbesondere für den Rundweg durch die historischen Wallanlagen von Bedeutung.
Dieser grüne Gürtel um die Altstadt soll stärker mit dem Universitätspark und dem Luthergarten verbunden werden.
Der bislang bestehende gestalterische Bruch innerhalb der denkmalgeschützten Wallanlagen soll durch neue Wege, attraktivere Eingänge und zusätzliche Aufenthaltsbereiche reduziert werden.
Kleingärten bleiben weiterhin privat nutzbar
Trotz der stärkeren öffentlichen Nutzung soll der Charakter der Anlage als Kleingartenstandort erhalten bleiben.
Die vorhandenen Kleingartenparzellen bleiben nach Angaben der Stadt in kompakten Bereichen bestehen und können weiterhin privat genutzt werden.
Die Neugestaltung soll damit öffentliche und private Nutzung miteinander verbinden.
Während neue Wege und Aufenthaltsangebote für Besucher entstehen, bleibt die klassische Kleingartennutzung weiterhin Bestandteil der Anlage.
Städtebauförderung unterstützt das Projekt
Die Maßnahme wird durch Mittel aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ mitfinanziert.
Damit ist die Mitmachbaustelle nicht nur ein ehrenamtliches Projekt, sondern Teil einer umfassenderen städtebaulichen Entwicklung.
Mit der dritten Runde Ende August soll nun ein weiterer sichtbarer Schritt erfolgen.
Wer sich beteiligen möchte, kann dabei unmittelbar an der Gestaltung eines neuen öffentlichen Natur- und Aufenthaltsraums in der Lutherstadt mitwirken.
Quellen
Lutherstadt Wittenberg – Medieninformation „Mitmachbaustelle Naturgarten geht in die 3. Runde“ vom 7. August 2026