Brandenburgs Grundstücks- und Immobilienmarkt hat sich 2025 weiter von seinem Einbruch erholt. Insgesamt wurden 27.050 Kaufverträge abgeschlossen. Der Geldumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf rund 7,2 Milliarden Euro.

POTSDAM. Die Zahl der notariell beurkundeten Kaufverträge lag sieben Prozent über dem Wert von 2024. Gleichzeitig nahm der Flächenumsatz um zwei Prozent zu. Damit setzte sich die bereits im Vorjahr begonnene Erholung fort.

Noch ist das Niveau des Rekordjahres 2021 allerdings nicht wieder erreicht. Damals wurden Immobilienumsätze von mehr als zehn Milliarden Euro registriert. Bis 2023 war der Geldumsatz infolge gestiegener Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheiten auf 5,7 Milliarden Euro eingebrochen.

Grundstücke außerhalb des Berliner Umlands werden teurer

Besonders auffällig ist die unterschiedliche Preisentwicklung zwischen dem Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum.

Im Berliner Umland kostete ein Baugrundstück für ein Einfamilienhaus 2025 durchschnittlich 318 Euro je Quadratmeter. Im Vorjahr waren es 316 Euro. Außerhalb des engeren Berliner Umlands stieg der Durchschnittspreis dagegen von 103 auf 111 Euro je Quadratmeter.

Damit verringerte sich der Preisabstand deutlich. Das Verhältnis zwischen den Preisen im Berliner Umland und im weiteren Metropolenraum sank erstmals unter drei zu eins und lag bei 2,86 zu eins. 2023 hatte es noch bei 3,6 zu eins gelegen.

Nach Einschätzung des Landes werden inzwischen auch Orte in der zweiten und dritten Reihe stärker nachgefragt. Eine gute Verkehrsanbindung und die Möglichkeit, regelmäßig im Homeoffice zu arbeiten, spielten dabei eine wichtige Rolle.

Landesweit 219 Euro pro Quadratmeter Bauland

Für baureifes Wohnbauland wurde im Landesdurchschnitt ein Preis von 219 Euro je Quadratmeter gezahlt. Das waren drei Prozent mehr als 2024.

Deutliche regionale Unterschiede bleiben jedoch bestehen. Die Präsentation zum Grundstücksmarktbericht weist für Potsdam einen durchschnittlichen Wert von 426 Euro je Quadratmeter aus. Im weiteren Metropolenraum außerhalb der kreisfreien Städte wurden dagegen im Mittel 111 Euro gezahlt.

Einfamilienhäuser bleiben weitgehend stabil

Die durchschnittlichen Gesamtkaufpreise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser gingen leicht zurück. Landesweit wurden im Durchschnitt 361.000 Euro gezahlt, nach 367.000 Euro im Vorjahr.

Reihenhäuser und Doppelhaushälften verteuerten sich dagegen. Ihr durchschnittlicher Kaufpreis stieg von 285.000 auf 304.000 Euro.

Insgesamt wurden 12.179 Kaufverträge für bebaute Grundstücke abgeschlossen. Das entsprach einem Anstieg von zehn Prozent. Der Geldumsatz erhöhte sich um zwölf Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro.

Große Preisunterschiede zwischen den Gemeinden

Wie unterschiedlich der Markt innerhalb Brandenburgs ist, zeigt der Vergleich ausgewählter Gemeinden. Für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser nennt die Präsentation Durchschnittspreise von rund 905.000 Euro in Kleinmachnow und 743.000 Euro in Potsdam.

In Putlitz und Karstädt lagen die Durchschnittspreise dagegen jeweils unter 100.000 Euro. Die Werte sind allerdings nicht nach Baujahr, Ausstattung oder Grundstücksgröße bereinigt und daher nur eingeschränkt unmittelbar vergleichbar.

Neue Eigentumswohnungen deutlich gefragt

Auch der Markt für Eigentumswohnungen legte zu. Bei den Erstverkäufen wurden 1.245 Verträge registriert. Das waren neun Prozent mehr als 2024. Der Geldumsatz stieg sogar um 25 Prozent auf 521 Millionen Euro.

Der durchschnittliche Kaufpreis einer neu errichteten Eigentumswohnung erhöhte sich auf rund 423.000 Euro. In der Präsentation wird der gerundete Durchschnitt mit 424.000 Euro angegeben.

Besonders viele Kaufverträge über Eigentumswohnungen wurden in Potsdam, Zossen, Oranienburg und Teltow abgeschlossen. Bei Erstverkäufen lagen die Quadratmeterpreise in einzelnen Orten deutlich über dem Landesdurchschnitt. Genannt werden unter anderem 7.935 Euro in Rangsdorf, 7.708 Euro in Potsdam und 7.360 Euro in Wustermark.

Gewerbebauland sorgt für kräftigen Umsatzsprung

Einen besonders starken Anstieg gab es beim Gewerbebauland. Der Geldumsatz wuchs um 115 Prozent auf 167 Millionen Euro. Die Zahl der Kaufverträge stieg um neun Prozent auf 287, der Flächenumsatz um 32 Prozent auf 392 Hektar.

Der durchschnittliche Preis für Gewerbebauland erhöhte sich von 40 auf 55 Euro je Quadratmeter. Im Berliner Umland wurden durchschnittlich 105 Euro gezahlt, im weiteren Metropolenraum 41 Euro.

Ackerland stabil, Forstflächen günstiger

Bei land- und forstwirtschaftlichen Flächen verlief die Entwicklung ruhiger. Ackerland kostete wie im Vorjahr durchschnittlich 1,17 Euro je Quadratmeter.

Für Grünland wurden 0,87 Euro gezahlt, vier Cent mehr als 2024. Der durchschnittliche Preis für Forstflächen sank dagegen von 0,77 auf 0,71 Euro je Quadratmeter.

Daten basieren auf notariellen Kaufverträgen

Grundlage des Grundstücksmarktberichts sind die notariell beurkundeten Kaufverträge des Jahres 2025 und der Vorjahre. Berücksichtigt wurden Verträge, die bis zum 28. Februar 2026 bei den regionalen Gutachterausschüssen erfasst worden waren.

Die Grundstücksmarktberichte und Bodenrichtwerte stellt das Land auch digital zur Verfügung. Nach Angaben der Präsentation sind Berichte ab dem Jahrgang 2009 sowie Bodenrichtwerte ab 2010 kostenfrei abrufbar. Neu verfügbar sind zudem digitalisierte Bodenrichtwertkarten aus den Jahren 1991 bis 2009.

Quellen

Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg: Pressemitteilung „Bilanz 2025: Grundstücksmarkt in Brandenburg erholt sich weiter“ vom 27. Juli 2026.

Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg sowie Oberer Gutachterausschuss: Präsentation zum Grundstücksmarktbericht für das Land Brandenburg 2025 vom 27. Juli 2026.