In Leuna/Krumpa ist am Donnerstag, 13. August 2026, ein neues Batteriespeicher-Cluster der Münch Energie GmbH in Betrieb genommen worden. Der Verbund verfügt zunächst über rund 500 MWh Speicherkapazität und ist damit nach Angaben der Landesregierung aktuell der größte zusammenhängende Speichercluster Deutschlands im operativen Betrieb. Wie die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt mitteilt, soll die Anlage noch in diesem Jahr auf bis zu 800 MWh erweitert werden.

Batteriespeicher soll Strom aus Wind und Sonne nutzbar machen

Großspeicher können überschüssigen Strom aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Netz einspeisen. Gerade bei stark schwankender Erzeugung aus Wind- und Solarenergie sollen sie dazu beitragen, Stromangebot und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen.

Ministerpräsident Sven Schulze bezeichnete Großspeicher bei der Einweihung als Schlüssel für mehr Flexibilität im Energiesystem. Sachsen-Anhalt erzeuge bereits große Mengen Strom aus Sonne und Wind, die durch Speicher gezielter dann verfügbar gemacht werden könnten, wenn Unternehmen und Haushalte sie benötigen.

Leuna erhält Speichercluster mit 500 MWh

Das neue Cluster der Münch Energie GmbH bringt nach Angaben des Landes rund 500 MWh Speicherkapazität an das Stromnetz. Damit übertrifft der Verbund nach Darstellung der Staatskanzlei derzeit andere zusammenhängende Batteriespeicher im operativen Betrieb in Deutschland.

Bereits bis Ende 2026 soll die Kapazität auf bis zu 800 MWh wachsen. Das Projekt erhält damit innerhalb weniger Monate noch einmal eine deutliche Erweiterung.

Landesregierung sieht Vorteile für Versorgungssicherheit

Die Landesregierung verbindet mit dem Speicherprojekt auch industriepolitische Erwartungen. Schulze erklärte, dass Speicher die Versorgungssicherheit erhöhen und das Stromnetz stabilisieren könnten.

Zugleich sieht er darin bessere Voraussetzungen für innovative Unternehmen, zusätzliche Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Das Speichercluster soll damit nicht nur Teil der Energieinfrastruktur sein, sondern zugleich den Wirtschaftsstandort im Saalekreis stärken.

Sachsen-Anhalt setzt auf Energiespeicher als Standortfaktor

Mit dem Ausbau des Clusters positioniert sich Sachsen-Anhalt stärker als Standort für große Batteriespeicher. Die Kombination aus hoher erneuerbarer Stromerzeugung und wachsender Speicherkapazität soll Energie flexibler verfügbar machen.

Für Industriezentren wie Leuna ist die Frage einer stabilen und verlässlichen Stromversorgung zugleich ein wichtiger Standortfaktor.

Quelle:

Staatskanzlei und Ministerium für Kultur Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr. 459/2026 vom 13. August