Strausberg hat einen wichtigen Schritt bei der künftigen Wärmeversorgung der Stadt abgeschlossen. Der kommunale Wärmeplan liegt in seiner Endfassung vor und soll Eigentümern, Unternehmen und Stadtwerken Orientierung geben, welche Heizlösungen langfristig in welchen Quartieren sinnvoll sein könnten.
Die Planung begann im Mai 2025.
Unterstützt wurde die Stadt dabei von einem externen Fachbüro und den Stadtwerken Strausberg.
Fernwärme ist nicht überall die beste Lösung
Der Wärmeplan untersucht nicht nur eine einzelne Technologie.
Geprüft wurden unter anderem Fernwärme, Nahwärme, Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie und mögliche Abwärmequellen.
Für dicht bebaute Quartiere kann ein Wärmenetz wirtschaftlich interessant sein.
In anderen Stadtteilen könnten dagegen individuelle Wärmepumpen sinnvoller sein.
Hauseigentümer bekommen Orientierung
Die Stadt betont ausdrücklich, dass der Wärmeplan keine konkrete Heiztechnik für einzelne Gebäude vorschreibt.
Er soll vielmehr zeigen, welche Versorgungsformen langfristig wahrscheinlich sind.
Gerade für Eigentümer, die in den kommenden Jahren ihre Heizungsanlage ersetzen müssen, kann das wichtig sein.
Wer beispielsweise in einem Gebiet lebt, in dem ein Ausbau der Fernwärme wahrscheinlich ist, könnte Investitionen anders planen als ein Eigentümer in einem Gebiet ohne Wärmenetzperspektive.
Ziel ist klimaneutrale Wärme bis 2045
Der Hintergrund ist die bundesweite Energiewende.
Die Wärmeversorgung soll langfristig ohne fossile Brennstoffe auskommen.
Da mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland auf Heizung und Warmwasser entfällt, gilt der Wärmesektor als einer der wichtigsten Bereiche für den Klimaschutz.
Für Strausberg beginnt nach Abschluss der Planung nun die schwierigere Phase: Aus Konzepten müssen konkrete Investitionen werden.
Quellen
Stadt Strausberg – Kommunale Wärmeplanung.