Das Bürgerbudget 2027 in Sondershausen mobilisiert bereits viele Einwohner. Seit Beginn der Abstimmung am 1. August sind mehr als 1.000 Stimmen eingegangen. Gleichzeitig weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass ein Teil der abgegebenen Stimmen aufgrund formaler Fehler nicht gewertet werden kann.
Die Stadt ruft deshalb noch einmal dazu auf, die Abstimmungsregeln genau zu beachten.
Abstimmen dürfen Einwohner ab 16 Jahren
Stimmberechtigt sind Bürgerinnen und Bürger, die mindestens 16 Jahre alt sind und seit wenigstens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Sondershausen haben.
Jede Person darf genau eine Stimme abgeben. Zur Prüfung müssen Name, Anschrift und Geburtsdatum angegeben werden.
Besondere Regeln gelten für Minderjährige.
Wer 16 oder 17 Jahre alt ist, benötigt zusätzlich die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten. Deshalb muss die Stimmabgabe für diese Altersgruppe in Papierform im Bürgerbüro erfolgen.
Mehrfachstimmen und Stimmen von Auswärtigen ungültig
Nach Angaben der Stadt wurden bereits Stimmen abgegeben, die nicht berücksichtigt werden können.
Dazu gehören Voten von Personen, die ihren Hauptwohnsitz nicht in Sondershausen haben. Auch Mehrfachabstimmungen werden für ungültig erklärt.
Pressesprecherin Janine Skara betont, dass sämtliche Stimmen entsprechend der Richtlinie geprüft werden.
Die Stadt freue sich über die hohe Beteiligung, wolle aber vermeiden, dass Stimmen allein wegen formaler Fehler verloren gehen.
14 Vorschläge konkurrieren um 50.000 Euro
Insgesamt stehen 14 Projekte zur Auswahl.
Für das Bürgerbudget 2027 stellt Sondershausen 50.000 Euro bereit. Die geschätzten Kosten aller zugelassenen Vorschläge zusammen belaufen sich allerdings auf 113.390 Euro.
Damit können nicht alle Projekte umgesetzt werden.
Entscheidend ist die Zahl der erhaltenen Stimmen. Die Vorhaben sollen in der Reihenfolge ihres Abstimmungsergebnisses berücksichtigt werden, solange das verfügbare Budget ausreicht.
Abstimmung läuft noch bis 13. September
Die Bürger haben noch mehrere Wochen Zeit, sich zu beteiligen.
Die Abstimmung endet am 13. September 2026. Stimmen können online über die Internetseite der Stadt abgegeben werden. Alternativ gibt es im Bürgerbüro des Sondershäuser Rathauses Abstimmungsunterlagen in Papierform.
Die Stadtverwaltung bittet alle Teilnehmer, vor der Stimmabgabe noch einmal genau zu prüfen, ob sie die Teilnahmebedingungen erfüllen.
Auszählung am 22. September
Wann feststeht, welche Projekte tatsächlich finanziert werden, ist bereits terminiert.
Die Auszählung der Stimmen soll am 22. September 2026 erfolgen.
Danach dürfte klar sein, welche der 14 eingereichten Vorschläge aus dem Bürgerbudget 2027 finanziert werden können.
Mit bereits mehr als 1.000 abgegebenen Stimmen zeigt sich schon in der ersten Phase eine hohe Beteiligung an dem kommunalen Entscheidungsformat.
Quellen
Stadtverwaltung Sondershausen – Pressemitteilung vom 10. August 2026