EBERSWALDE. Eberswalde und das polnische Przelewice rücken touristisch und kulturell enger zusammen. Vertreter des Amts für Tourismus und Familiengarten der Stadt Eberswalde sowie des Dendrologischen Gartens Przelewice haben bei einem zweiten offiziellen Treffen weitere gemeinsame Vorhaben abgestimmt.

Die Begegnung fand am 15. September im Rahmen des Interreg-Projekts „Entwicklung und kulturell-touristische Integration der Grenzregionen“ statt. Ziel ist es, Angebote beider Standorte stärker miteinander zu verbinden und gemeinsame touristische Perspektiven für die deutsch-polnische Grenzregion zu entwickeln.

Regionale Produkte als Teil der Grenzregion

Zum Auftakt nahmen die Projektpartner an einer deutsch-polnisch-tschechischen Konferenz unter dem Titel „Erfolgreiche Geschäftsmodelle für die Herstellung und Vermarktung regionaler Produkte“ teil.

Dabei ging es insbesondere um die Frage, welche Rolle regionale Produkte für die kulturelle und touristische Entwicklung der Grenzregion spielen können.

Anschließend kamen die deutschen und polnischen Partner zu einem Arbeitstreffen zusammen. Besprochen wurden der aktuelle Stand bereits umgesetzter Aufgaben, die nächsten Projektschritte und bestehende Herausforderungen.

Drei grenzüberschreitende Routen geplant

Ein Schwerpunkt liegt auf drei geplanten thematischen Routen. Diese sollen gemeinsame kulturelle, historische und touristische Bezüge zwischen Eberswalde und Przelewice sichtbar machen.

Nach Angaben der Stadt sollen die Routen unterschiedliche Aspekte der grenzüberschreitenden Verbindung aufgreifen und Geschichten sowie Besonderheiten beider Orte miteinander verknüpfen.

Familie Borsig verbindet beide Orte

Eine besondere Rolle spielt dabei die gemeinsame Geschichte der beiden Standorte.

Eberswalde und Przelewice sind unter anderem über die Familie Borsig historisch miteinander verbunden. Diese Verbindung soll künftig stärker für die Vermittlung von Geschichte und Kultur genutzt werden.

Auch bei der geplanten Route zur Industriekultur soll die Familie Borsig eine wichtige Rolle spielen.

Ivonne Affeldt, Leiterin des Amts für Tourismus und Familiengarten, sieht darin eine Chance, die Beziehungen beider Orte stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

> „Die historische Verbindung rund um die Familie Borsig trägt dazu bei, die Beziehungen zwischen Eberswalde und Przelewice stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“

Zugleich könnten daraus neue Ansätze für den kulturellen und touristischen Austausch entstehen.