Auf einer ehemaligen Gewerbefläche nur rund zwei Kilometer vom Schweriner Stadtzentrum entfernt soll ein neues Wohnquartier entstehen. Die Stadt plant auf dem Gelände der früheren Möbelwerke in Lewenberg zwischen 500 und 600 Wohnungen.

Das Plangebiet umfasst rund 57.300 Quadratmeter und liegt zwischen Wismarscher Straße, Möwenburgstraße und dem Ziegelaußensee.

Zwei bis fünf Geschosse vorgesehen

Der Bebauungsplan sieht Gebäude mit zwei bis fünf Etagen vor.

Damit soll eine Mischung aus dichterem städtischen Wohnen und niedrigeren Gebäudestrukturen entstehen.

Die genaue Gestaltung wird im weiteren Planverfahren konkretisiert.

Ehemalige Gewerbefläche wird neu genutzt

Die Nutzung alter Industrie- und Gewerbeflächen besitzt für Städte einen großen Vorteil.

Neue Wohnungen können entstehen, ohne zusätzliche Flächen am Stadtrand zu versiegeln.

Gleichzeitig werden brachliegende Grundstücke wieder in die Stadtentwicklung integriert.

Nähe zur Innenstadt attraktiv

Das Gelände liegt nur etwa zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Auch der Ziegelaußensee befindet sich unmittelbar in der Nähe.

Damit könnte das Quartier sowohl für Familien als auch für Berufstätige interessant werden.

Neue Wohnungen erhöhen Infrastrukturbedarf

500 bis 600 zusätzliche Wohnungen bedeuten potenziell mehr als tausend neue Bewohner.

Damit steigt auch der Bedarf an Kitas, Schulen, Nahverkehr und Einkaufsmöglichkeiten.

Genau deshalb plant Schwerin parallel weitere Nahversorgungsangebote in angrenzenden Stadtteilen.

Wohnungsbau bleibt zentrale Aufgabe

Wie viele Städte benötigt auch Schwerin neuen und zugleich bezahlbaren Wohnraum.

Entscheidend wird deshalb nicht nur die Zahl der Wohnungen sein.

Auch Mietpreise, Eigentumsanteile, Energieversorgung und Verkehrsanbindung werden darüber entscheiden, welche Bevölkerungsgruppen das Quartier später tatsächlich nutzen können.

Planung schafft Grundlage für spätere Investitionen

Ein Bebauungsplan bedeutet noch keinen unmittelbaren Baustart.

Er schafft zunächst das Baurecht und definiert, was auf einer Fläche gebaut werden darf.

Anschließend müssen Investoren konkrete Projekte entwickeln und Baugenehmigungen beantragen.

Das ehemalige Möbelwerk-Gelände besitzt dennoch das Potenzial, das Stadtbild im Norden Schwerins deutlich zu verändern.

Quellen

Landeshauptstadt Schwerin: Bebauungsplan Nr. 88.13 „Lewenberg – Ehemalige Möbelwerke“

Landeshauptstadt Schwerin: Planungsunterlagen für 500 bis 600 Wohneinheiten