Die Afrikanische Schweinepest bleibt im Raum Schwedt ein langfristiges Problem. Nach sechs weiteren bestätigten Fällen bei Wildschweinen hat der Landkreis Uckermark das Sperrgebiet erweitert und die geltende Tierseuchenverfügung bis Juli 2027 verlängert.

Die neuen Fälle wurden in den Bereichen Criewener Polder, Stützkow und Schöneberger Wald festgestellt. Die positiven Befunde stammen von Tieren, die am 13. und 14. Juli gefunden worden waren.

Nationalpark besonders betroffen

Bereits Ende Juni war im Nationalpark Unteres Odertal ein Wildschweinkadaver gefunden worden, bei dem das Referenzlabor später das ASP-Virus bestätigte.

Ein weiterer positiver Fund folgte außerhalb der Polderflächen. Die Fundorte lagen innerhalb des bestehenden Schutzkorridors in Nähe der Oder.

Jagdverbot in Teilgebieten

Für den Bereich Criewener Polder und Stützkow gilt grundsätzlich ein Jagdverbot.

Ziel ist es, Wildschweine nicht durch Jagddruck aus betroffenen Gebieten zu vertreiben und dadurch die Verbreitung des Virus zu fördern. Gleichzeitig wurde die Suche nach verendeten Tieren intensiviert.

Maßnahmen gelten bis 2027

Die aktuelle Tierseuchenallgemeinverfügung wurde bis zum 13. Juli 2027 verlängert.

Damit begleitet die Tierseuche Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz in der Region mindestens ein weiteres Jahr.

Für Menschen ist ASP nicht gefährlich. Wirtschaftlich kann ein Ausbruch in Hausschweinbeständen jedoch erhebliche Folgen für landwirtschaftliche Betriebe haben.

Quelle:

Landkreis Uckermark; Stadt Schwedt/Oder, Meldung zur Afrikanischen Schweinepest vom 17. Juli 2026.