Wenn Besucher den Nationalpark Jasmund am Abend verlassen, beginnt für einen Teil der Tierwelt erst der aktive Tag. Am 29. August steht bei einer Fledermauswanderung genau diese nächtliche Welt im Mittelpunkt. Zum internationalen Bat-Night-Wochenende sollen Besucher die Tiere beobachten und mehr über ihre Lebensweise erfahren.

Fledermäuse orientieren sich überwiegend über Ultraschall.

Diese Rufe liegen außerhalb des für Menschen normalerweise hörbaren Frequenzbereichs.

Technik macht die Tiere hörbar

Bei fachkundig begleiteten Fledermauswanderungen werden häufig sogenannte Bat-Detektoren eingesetzt.

Sie wandeln Ultraschallsignale in Frequenzen um, die Menschen hören können.

Dadurch lässt sich erkennen, wann Tiere in der Nähe jagen oder vorbeifliegen.

Alte Wälder bieten wichtige Lebensräume

Der Nationalpark Jasmund besitzt alte Buchenbestände und zahlreiche natürliche Strukturen.

Baumhöhlen und Spalten können für verschiedene Fledermausarten wichtige Quartiere darstellen.

Der Schutz alter Bäume bedeutet deshalb zugleich Schutz für zahlreiche Tierarten.

Fledermäuse fressen große Mengen Insekten

Viele heimische Fledermäuse ernähren sich von Insekten.

Dadurch übernehmen sie eine wichtige Funktion im Ökosystem.

Ihr Vorkommen kann zudem Hinweise darauf geben, wie vielfältig und funktionsfähig ein Lebensraum ist.

Nacht verändert Wahrnehmung des Nationalparks

Tagsüber stehen Kreideküste, Buchenwald und Aussichtspunkte im Mittelpunkt.

Nach Sonnenuntergang verschiebt sich die Wahrnehmung.

Geräusche werden wichtiger, Sichtweite geringer und nachtaktive Tiere übernehmen den Raum.

Weitere Wanderung folgt im September

Nach dem Termin am 29. August ist eine weitere Fledermauswanderung für den 11. September vorgesehen.

Damit bekommt der Nationalpark auch nach der klassischen Sommerferienzeit ein naturkundliches Abendprogramm.

Quellen

Nationalpark-Zentrum Königsstuhl Nationalpark Jasmund