Eigentümerwechsel zum Jahresbeginn geplant

O₂-Callcenter in Rostock soll an Dienstleister TP gehen

Käufer für Standort gefunden

Von Henrik Clausen 1 Min. Lesezeit

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Zentrale Telefónica Deutschland
Zentrale Telefónica Deutschland Foto: Fernanda Vilela

Das O₂-Callcenter in Rostock soll zum 1. Januar 2027 einen neuen Eigentümer bekommen. Telefónica Deutschland hat den Verkauf an den Dienstleister TP vereinbart. Die rund 240 Beschäftigten am Rostocker Standort sollen nach Angaben des NDR übernommen werden.

Kartellbehörden müssen noch zustimmen

Zum vereinbarten Verkauf gehört auch das Callcenter in Bremen. An beiden Standorten arbeiten zusammen rund 430 Menschen. Telefónica und TP unterzeichneten den Vertrag am 30. Oktober.

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe. Bis dahin bleiben beide Standorte in der Verantwortung von Telefónica. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Kundenservice verändert sich

Telefónica begründet den Verkauf mit veränderten Kundenbedürfnissen, dem zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz und der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Kunden erledigten ihre Anliegen häufiger selbst über digitale Angebote.

Bei der Telefonhotline nimmt bereits die KI-Anwendung „Aura“ Anfragen entgegen. Kann sie ein Anliegen nicht bearbeiten, wird es an Beschäftigte weitergeleitet.

Aufträge von Telefónica sollen bleiben

TP, früher unter dem Namen Teleperformance bekannt, will die Standorte in sein Netzwerk aufnehmen. Aufträge von Telefónica sollen dafür eine wirtschaftliche Grundlage bilden.

Mit dem Verkauf reduziert Telefónica die Zahl seiner eigenen Callcenter in Deutschland von fünf auf drei. Die Standorte Hamburg, Potsdam und Nürnberg werden weitergeführt.

Themen: RostockArbeitsplätzeKünstliche IntelligenzTelefónicaO₂TPCallcenter

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