Unter Rostocks Straßen läuft eines der größten kommunalen Infrastrukturprogramme des Jahres. Nordwasser investiert 2026 rund 68 Millionen Euro in Leitungen, Netze und technische Anlagen, weil Teile der vorhandenen Infrastruktur erneuert und zugleich auf künftige Anforderungen vorbereitet werden müssen.

Viele Projekte laufen über Jahre

Nach Angaben der Stadt erfolgen die Investitionen im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes. Zahlreiche Vorhaben sind mehrjährig angelegt und werden mit Straßenbau, Fernwärme oder anderen Leitungsarbeiten gebündelt.

Damit soll verhindert werden, dass dieselben Straßen kurz hintereinander mehrfach geöffnet werden müssen.

Klimaanpassung wird Teil des Leitungsbaus

Das Programm dient nicht allein dem Austausch alter Rohre. Nordwasser und Stadt richten Teile des Systems stärker auf Starkregen und veränderte Niederschlagsmuster aus.

Ein Beispiel sind neue Entwässerungsleitachsen, die große Wassermengen im Stadtgebiet kontrollierter ableiten sollen. Solche Maßnahmen gewinnen an Bedeutung, weil Starkregenereignisse dicht bebaute Stadtteile besonders schnell überlasten können.

Baustellen bleiben sichtbare Folge

Für Anwohner bedeutet das Investitionsprogramm allerdings jahrelange Bauarbeiten. Unter anderem laufen Maßnahmen in der Fritz-Reuter-Straße, der Herweghstraße und im Umfeld weiterer großer Verkehrsachsen.

Der hohe Finanzaufwand zeigt, dass Versorgungssicherheit nicht erst an Wasserwerken und Kläranlagen beginnt. Ein erheblicher Teil der Investitionen verschwindet buchstäblich unter der Erde.

Quelle:

Hanse- und Universitätsstadt Rostock; Nordwasser GmbH; Warnow-Wasser- und Abwasserverband.