Wie eng sind die Zeitpläne in der ambulanten Pflege, welche Aufgaben fallen neben der Versorgung an und was muss sich politisch ändern? Gesundheitsministerin Stefanie Drese will sich darüber unmittelbar im Arbeitsalltag informieren und begleitet am 29. Juli eine Frühschicht des Rostocker Pflegedienstes Ostseeambulanz.
ROSTOCK. Der Arbeitstag beginnt für die Ministerin bereits um 6 Uhr. Gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Pflegedienstes soll sie die verschiedenen Stationen einer ambulanten Frühschicht durchlaufen – von der Versorgung pflegebedürftiger Menschen bis zur anschließenden Dokumentation und Organisation.
Pflege im vertrauten Zuhause
Ambulante Dienste ermöglichen es älteren, kranken oder pflegebedürftigen Menschen, möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung zu leben. Pflegekräfte übernehmen dabei je nach Bedarf medizinische, pflegerische und unterstützende Aufgaben.
Zum Arbeitsalltag gehören unter anderem:
- Hilfe bei der Körperpflege,
- Medikamentengabe und medizinische Versorgung,
- Unterstützung bei Bewegung und Mobilität,
- Gespräche mit Angehörigen,
- Dokumentation der Leistungen,
- Abstimmung mit Ärzten und Pflegekassen,
- Planung der täglichen Touren.
Drese will sich während der Frühschicht nach Angaben des Ministeriums ein möglichst authentisches Bild von diesen Abläufen und den Belastungen der Beschäftigten machen.
Erfahrungen sollen in Reformdebatte einfließen
Der Besuch findet vor dem Hintergrund der geplanten Pflegereform des Bundes statt. Welche konkreten Forderungen oder Änderungen die Ministerin aus dem Termin ableiten will, nennt die Presseeinladung noch nicht.
Im Mittelpunkt dürften jedoch bekannte Herausforderungen stehen: Fachkräftemangel, steigende Kosten, hoher Dokumentationsaufwand, enge Tourenpläne und die Frage, wie eine verlässliche Versorgung auch in Zukunft finanziert werden kann.
Drese erklärte vorab:
„Pflegekräfte sorgen Tag für Tag mit viel Empathie, Einfühlungsvermögen und fachlicher Expertise dafür, dass Menschen auch im Alter oder bei Krankheit möglichst lang in ihrer vertrauten Umgebung leben können.“
Sie freue sich auf die Erfahrungen und auf Gespräche mit Mitarbeitern und Pflegebedürftigen.
Auswertung nach der Frühschicht
Nach Abschluss der Tour ist ein gemeinsames Auswertungsgespräch mit Stefanie Drese und dem Geschäftsführer des Pflegedienstes, Benjamin Vormeyer, vorgesehen.
Der Pressetermin beginnt voraussichtlich um 11.30 Uhr am Unternehmensstandort in der Industriestraße 8 in Rostock. Medienvertreter müssen sich zuvor beim Sozialministerium anmelden.
Termin
Mittwoch, 29. Juli 2026, ab etwa 11.30 Uhr
Auswertungsgespräch nach der Frühschicht
Ostseeambulanz
Industriestraße 8
18069 Rostock
Quelle
Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern: Presseeinladung zur Begleitung einer Frühschicht des ambulanten Pflegedienstes Ostseeambulanz.