Potsdam steht trotz angespannter Finanzen vor einem umfangreichen kommunalen Bauprogramm. Der Kommunale Immobilien Service plant für die Jahre 2026 bis 2029 Investitionen von rund 185,7 Millionen Euro, während Schulen und andere Bildungseinrichtungen den mit Abstand größten Anteil erhalten sollen.
Rund 149 Millionen Euro für Bildung
Etwa 80 Prozent des vorgesehenen Investitionsvolumens entfallen auf Kinder- und Jugendeinrichtungen. Für Schulen und Sportstätten sind rund 141 Millionen Euro vorgesehen, für Kitas und Horte weitere rund 8,35 Millionen Euro.
Allein 2026 sieht der Wirtschaftsplan Investitionen von rund 43,45 Millionen Euro vor. Davon sollen etwa 32,77 Millionen Euro in die Bildungsinfrastruktur fließen.
Montessori-Schule kostet rund 37 Millionen Euro
Zu den größten Einzelvorhaben zählt die Sanierung und Erweiterung der Montessori-Oberschule in Potsdam-West. Das Gesamtprojekt wird derzeit mit rund 37,2 Millionen Euro veranschlagt.
Neben zusätzlichen Unterrichtsräumen sollen dort auch die Turnhallenkapazitäten erweitert werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2030 vorgesehen.
Auch Waldstadt-Grundschule wird erweitert
Für die Waldstadt-Grundschule sind bis 2029 rund 21,6 Millionen Euro eingeplant. Neben der Sanierung entstehen ein Erweiterungsbau und eine neue Turnhalle.
Weitere zwölf Millionen Euro sieht der Plan für die Weidenhof-Grundschule und das benachbarte Bürgerhaus vor.
Haushalt bleibt entscheidend
Der Investitionsplan bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Projekte unabhängig von der Finanzlage automatisch umgesetzt werden.
Die Stadt weist selbst darauf hin, dass das Investitionsniveau von den künftigen haushalterischen Rahmenbedingungen abhängt.
Damit bleibt die Modernisierung der Schulen eines der größten langfristigen Finanzthemen Potsdams.
Quelle:
Landeshauptstadt Potsdam, Kommunaler Immobilien Service, Wirtschaftsplan 2026.