Indiens Botschafter Ajit Vinayak Gupte war zu Gesprächen auf dem Campus Golm. Universität und Land wollen die Zusammenarbeit ausbauen, wobei Klima, KI, Energie und neue Materialien zu den Schwerpunkten gehören.
Indischer Botschafter besucht den Science Park
Wie die Universität Potsdam mitteilt, besuchte Gupte gemeinsam mit Brandenburgs Wissenschaftsstaatssekretär Tobias Dünow den Potsdam Science Park. An den Gesprächen nahmen auch Universitätspräsident Oliver Günther, Potsdams Beigeordneter Burkhard Exner und Vertreter des Standortmanagements teil.
Die Delegation informierte sich über laufende Forschungsprojekte und besichtigte das im März eröffnete Forschungs- und Lehrgebäude der Umweltwissenschaften. Aus der Universität kam dabei der Vorschlag für eine zentrale Koordinierungsstelle zur Zusammenarbeit mit Indien.
Fast 3.000 indische Studenten in Brandenburg
Indische Studierende bilden mit knapp 3.000 Personen inzwischen die größte Gruppe ausländischer Studenten an Brandenburgs Hochschulen. Im Januar 2026 unterzeichneten Brandenburg und der indische Bundesstaat Uttarakhand bereits eine gemeinsame Absichtserklärung.
Auch der internationale Masterstudiengang „Climate, Earth, Water, Sustainability“ spielt bei den Beziehungen eine Rolle. Die Beteiligten wollen zusätzliche Begegnungen, Workshops und gemeinsame Formate zwischen Forschenden und Studierenden ermöglichen.
KI, Wasserstoff und Katastrophenschutz im Fokus
Zu den vereinbarten Forschungsfeldern gehören Katastrophenvorsorge und Frühwarnsysteme, Datenwissenschaft, Künstliche Intelligenz, digitale Technologien, saubere Energien und Wasserstoff. Neue Materialien und innovative Fertigung stehen ebenfalls auf der Agenda.
Brandenburg verfügt bereits über mehrere Verbindungen zu indischen Wissenschaftseinrichtungen. Beteiligt sind unter anderem die Universität Potsdam, die BTU Cottbus-Senftenberg, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung.
Quelle: Universität Potsdam