Wildschweine werden in Potsdam zunehmend auch dort gesehen, wo Menschen wohnen und ihre Freizeit verbringen. Die Tiere tauchen inzwischen vereinzelt in Wohngebieten, Grünanlagen und auf öffentlichen Flächen auf. Wie die Landeshauptstadt Potsdam mitteilt, haben sich entsprechende Beobachtungen in den vergangenen Wochen gehäuft.
Wildschweine suchen Nahrung im Stadtgebiet
Die Tiere finden in Städten vergleichsweise leicht Nahrung. Offene Müllbehälter, Kompost, Fallobst und Futterstellen können Wildschweine anlocken.
Besonders in den Abend- und Nachtstunden können die Tiere ihre gewohnten Waldgebiete verlassen und weit in besiedelte Bereiche vordringen.
Abstand zu den Tieren halten
Wer einem Wildschwein begegnet, sollte Ruhe bewahren und ausreichend Abstand halten. Ein Tier sollte weder bedrängt noch angefasst oder gefüttert werden.
Besondere Vorsicht ist bei Bachen mit Frischlingen geboten. Muttertiere können ihren Nachwuchs verteidigen, sobald sie eine Bedrohung wahrnehmen.
Hunde können Konflikte auslösen
Hundebesitzer sollten ihre Tiere bei einer Wildschweinbegegnung eng bei sich behalten. Freilaufende Hunde können einen Flucht- oder Verteidigungsreflex auslösen und anschließend selbst zum Menschen zurücklaufen.
Damit steigt das Risiko einer direkten Konfrontation.
Essensreste locken Wildtiere an
Die Stadt appelliert zugleich an Einwohner, Abfälle und Lebensmittelreste so aufzubewahren, dass Wildtiere keinen Zugang haben.
Wildschweine lernen schnell, wo regelmäßig Nahrung zu finden ist. Eine bewusste Fütterung verschärft das Problem und kann dazu führen, dass Tiere ihre Scheu gegenüber Menschen verlieren.
Potsdam muss dauerhaft mit Wildtieren leben
Das Auftreten von Wildschweinen ist kein außergewöhnliches Einzelereignis. Potsdam verfügt über große Wald-, Park- und Wasserflächen, die unmittelbar an Wohnquartiere grenzen.
Damit bleibt die Frage des Zusammenlebens von Stadt und Wildtier dauerhaft relevant.
Quelle:
Landeshauptstadt Potsdam.