Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, sozialistische Stadtplanung, Abrisse, Neubauten und schließlich die teilweise Rekonstruktion der historischen Mitte: Der Alte Markt erzählt wie kaum ein anderer Ort die Brüche der Potsdamer Stadtgeschichte. Heute um 16 Uhr widmet sich eine Führung genau diesen Veränderungen.
Ausstellung reicht von 1945 bis heute
Die Führung gehört zur Ausstellung „Platz____ für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025“.
Stadtkenner Robert Leichsenring führt durch die wichtigsten Entwicklungsschritte des Platzes.
Ausgangspunkt ist die Situation nach den schweren Zerstörungen des Jahres 1945.
DDR veränderte Stadtzentrum grundlegend
Während der DDR-Zeit wurde der Alte Markt stark umgestaltet.
Historische Gebäude verschwanden, andere Nutzungen entstanden. Besonders die Sprengung des Potsdamer Stadtschlosses wurde später zu einem Symbol des Umgangs mit dem preußischen Erbe.
Nach der deutschen Wiedervereinigung änderte sich die städtebauliche Richtung erneut.
Historische Mitte bleibt umstritten
Mit dem Wiederaufbau des Stadtschlosses als Landtag und weiteren rekonstruierten Fassaden kehrten historische Strukturen zurück.
Die Entwicklung ist jedoch bis heute Gegenstand intensiver Diskussionen.
Befürworter sehen eine Wiedergewinnung des historischen Stadtbildes, Kritiker hinterfragen Rekonstruktionen und den Umgang mit jüngerer Stadtgeschichte.
Quellen
Potsdam Museum / Landeshauptstadt Potsdam – „Der Alte Markt 1945 bis in die Gegenwart“ – Führung am 8. August 2026.