Rund 1.000 Hektar ökologisch wertvoller Wald bei Stolberg im Südharz sollen dauerhaft für die Natur gesichert werden. Der Bund finanziert den Ankauf der Flächen mit rund 32 Millionen Euro. Wie das Umweltministerium Sachsen-Anhalt mitteilt, soll sich das Gebiet ohne forstwirtschaftliche Nutzung zu einem naturnahen Waldlebensraum entwickeln.

32 Millionen Euro für Waldflächen

Bundesumweltminister Carsten Schneider übergab am 14. August im Beisein von Sachsen-Anhalts Umweltminister Armin Willingmann die Förderurkunde für das Projekt „KlimaWildnis“ an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe.

Die Finanzierung erfolgt über das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundes.

Wald soll sich ohne Nutzung entwickeln

Die gesicherten Flächen sollen künftig nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden.

Dadurch können auf einem großen zusammenhängenden Areal natürliche Entwicklungsprozesse stattfinden, von denen unter anderem seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten profitieren sollen.

Luchs und Fledermaus profitieren

Zu den Arten, für die störungsarme Waldlebensräume von besonderer Bedeutung sind, gehören nach Angaben des Ministeriums der Luchs, die Bechsteinfledermaus und der Raufußkauz.

Naturnahe Wälder speichern zudem Wasser und Kohlenstoff und können die Umgebung an heißen Tagen kühlen.

Klimawandel verändert den Harz

Umweltminister Willingmann verweist auf die bereits sichtbaren Folgen von Hitze, Trockenheit und Borkenkäferbefall im Harz.

Auf früheren Fichtenflächen wachse inzwischen teilweise Mischwald nach, während naturnahe Waldflächen langfristig zur Widerstandsfähigkeit der Region beitragen sollen.

Wegenetz bleibt für Besucher offen

Trotz der natürlichen Entwicklung soll das Gebiet für Besucher zugänglich bleiben.

Das bestehende Wegenetz bleibt erhalten, wodurch die KlimaWildnis nach Einschätzung des Ministeriums zugleich Chancen für einen naturverträglichen Tourismus im Südharz eröffnet.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt Sachsen-Anhalt