Autofahrer müssen sich vom 3. bis 9. August auf zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen einstellen. Bei der europaweiten ROADPOL-Aktionswoche nimmt die Polizei Temposünder besonders ins Visier.

Anna-Lena Richter | 3. August 2026 | 2 Minuten Lesezeit

Seit Montag läuft die zweite europaweite ROADPOL-Kontrollwoche „Speed“ des Jahres 2026. Polizeibehörden in zahlreichen europäischen Staaten erhöhen dabei ihre Kontrollen, um überhöhte Geschwindigkeit und die damit verbundenen Unfallrisiken stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Kontrollen vom 3. bis 9. August

Das europäische Polizeinetzwerk ROADPOL hat für 2026 zwei Aktionswochen gegen zu schnelles Fahren angesetzt. Nach der ersten Kontrollphase im April läuft die zweite Aktion vom 3. bis einschließlich 9. August.

Die Kontrollen können sowohl mit stationärer und mobiler Messtechnik als auch durch direkte Anhaltekontrollen erfolgen. Welche Straßen und Zeiten ausgewählt werden, entscheiden die beteiligten Polizeibehörden vor Ort.

Altmarkkreis kündigt verstärkte Messungen an

Das Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel hat seine Teilnahme offiziell angekündigt. Im gesamten Landkreis soll während der Aktionswoche verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert werden. Nach Angaben der Polizei geht es darum, Temposünder aufzuspüren und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Konkrete Messstellen wurden vor Beginn der Aktion nicht veröffentlicht. Autofahrer müssen deshalb sowohl innerhalb geschlossener Ortschaften als auch auf Landstraßen mit Kontrollen rechnen.

Geschwindigkeit bleibt wichtiger Unfallfaktor

ROADPOL bezeichnet überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit als eine der beständigen Ursachen schwerer und tödlicher Verkehrsunfälle. Die zeitgleich durchgeführten Kontrollen sollen deshalb nicht allein Verstöße ahnden, sondern auch eine abschreckende und vorbeugende Wirkung erzielen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt erfahrungsgemäß Straßenabschnitten mit erhöhtem Unfallrisiko, Baustellen, Ortsdurchfahrten sowie Bereichen vor Schulen, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen.

Nicht jedes Bundesland beteiligt sich gleich stark

Die ROADPOL-Aktion ist eine europaweite Kampagne. Wie umfangreich die Kontrollen in den einzelnen Bundesländern ausfallen, hängt jedoch von den jeweiligen Polizeibehörden ab. Auch innerhalb eines Landes können sich die Maßnahmen regional deutlich unterscheiden.

Für Autofahrer ändert sich an den geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen nichts. Die Polizei erhöht während der Aktionswoche lediglich die Kontrolldichte.

Bußgelder, Punkte und Fahrverbote möglich

Wer die zulässige Geschwindigkeit überschreitet, muss abhängig von der Höhe des Verstoßes mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld rechnen. Bei deutlichen Überschreitungen können zusätzlich Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot verhängt werden.

Die Speedweek endet am Sonntag, dem 9. August. Ergebnisse zu gemessenen Fahrzeugen und festgestellten Verstößen dürften die beteiligten Polizeibehörden anschließend regional veröffentlichen.

Quellen

European Roads Policing Network ROADPOL, europäischer Operationsplan 2026 mit den Kontrollwochen „Operation Speed“, veröffentlicht am 23. Oktober 2025.

Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel, Ankündigung der ROADPOL-Kontrollwoche „Speed 2“ vom 3. bis 9. August 2026, veröffentlicht am 31. Juli 2026.