Die anhaltende Trockenheit belastet Bäume und Grünflächen im gesamten Stadtgebiet von Nordhausen. Mitarbeiter der Stadt sind deshalb täglich im Zwei-Schicht-System unterwegs und steuern mehr als 100 Standorte zur Bewässerung an. Wie die Stadtverwaltung Nordhausen mitteilt, unterstützen zusätzlich externe Unternehmen die Pflege besonders betroffener Flächen.

Mehr als 100 Standorte werden täglich bewässert

Die Stadt konzentriert ihre Einsätze auf Bäume und Grünflächen, bei denen das zusätzliche Wasser nach eigener Einschätzung einen wirksamen Effekt erzielen kann.

An schwer zugänglichen oder besonders belasteten Bäumen wurden zudem vermehrt Gießsäcke angebracht.

Bürger können beim Gießen helfen

Die Stadt ruft auch Einwohner dazu auf, Bäume im eigenen Wohnumfeld regelmäßig mit Wasser zu versorgen.

Nach Angaben der Verwaltung kann ein durchschnittlicher Baum täglich etwa 400 Liter Wasser verdunsten.

Blasii-Kirchplatz erhält unterirdische Bewässerung

Am Blasii-Kirchplatz wurde im Zuge der laufenden Bauarbeiten bereits ein unterirdisches Bewässerungssystem für die dortigen Linden fertiggestellt.

Die Bäume erhalten zunächst eine Woche lang rund 2.000 Liter Wasser pro Tag und anschließend für eine weitere Woche etwa 1.000 Liter täglich direkt im Wurzelbereich.

Schwammstadt-Prinzip speichert Regenwasser

Das neue System soll Niederschlagswasser aufnehmen, speichern und gezielt in tiefere Bodenschichten leiten.

Künftig wird dafür auch Regenwasser vom Dach der Blasiikirche genutzt; derzeit muss Wasser eingespeist werden, weil kein Regen zur Verfügung steht.

Stadt will alte Bäume langfristig sichern

Mit dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip sollen die Standortbedingungen für den vorhandenen Baumbestand dauerhaft verbessert werden.

Gleichzeitig schafft die Stadt damit bessere Voraussetzungen für mögliche spätere Ersatzpflanzungen.

Quelle: Stadtverwaltung Nordhausen