Forschung aus Merseburg beschäftigt sich mit zwei Fragen, die Millionen Menschen täglich betreffen: Wem vertrauen Nutzer im Internet ihre Daten an – und wie reagieren Verbraucher, wenn Umweltkosten direkt im Produktpreis sichtbar werden? Professorin Doreén Pick von der Hochschule Merseburg hat dazu zwei aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt.

Die Ergebnisse wurden auf einer internationalen Fachkonferenz in Berlin präsentiert.

Drei Cookie-Banner im Vergleich

Gemeinsam mit einer Wissenschaftlerin der Thammasat University in Thailand untersucht Pick, wie unterschiedliche Cookie-Hinweise das Verhalten von Nutzern beeinflussen.

Dabei steht insbesondere Vertrauen im Mittelpunkt.

Cookie-Banner sind für nahezu jeden Internetnutzer Alltag.

Trotzdem ist bislang nicht vollständig geklärt, wie Gestaltung und Formulierung Entscheidungen beeinflussen.

Polen reagieren anders auf Umweltaufschläge

Das zweite Projekt untersucht sogenannte „True Prices“.

Dabei werden neben dem normalen Verkaufspreis zusätzliche Umweltkosten sichtbar gemacht.

Die bisherigen Ergebnisse überraschten die Forscher: Polnische Verbraucher zeigten eine signifikant höhere Bereitschaft, Produkte mit solchen Umweltaufschlägen zu kaufen als deutsche Befragte.

Folgestudie läuft bereits

Warum dieser Unterschied besteht, soll nun weiter untersucht werden.

Eine entsprechende Folgestudie läuft bereits.

Forschung hat direkte wirtschaftliche Bedeutung

Die Ergebnisse sind nicht nur akademisch interessant.

Onlinehandel, Einzelhandel und Lebensmittelwirtschaft beschäftigen sich intensiv damit, wie Verbraucher auf Preisgestaltung und Datenschutz reagieren.

Damit liefert die Hochschule Merseburg Forschung zu Themen, die unmittelbar für Unternehmen und Marketingstrategien relevant sind.

Quellen

Hochschule Merseburg – Forschungsprojekte zu Cookie-Bannern und „True Prices“, veröffentlicht am 6. August 2026.

###Studierende sollen an der Hochschule Merseburg künftig noch deutlicher Einfluss auf die Entwicklung ihrer Hochschule nehmen können. Der Senat hat die Grundordnung geändert und die Rolle der studentischen Selbstverwaltung ausdrücklich gestärkt.

Studierendenrat und Fachschaftsräte waren bereits zuvor institutionell verankert.

Neu ist vor allem die deutlichere Beschreibung ihrer Rechte und Aufgaben.

Auskunftsrecht gegenüber Hochschulleitung

Besonders relevant ist ein ausdrücklich festgeschriebenes Auskunftsrecht.

Die Studierendenvertretung kann Informationen zu Lehrangeboten, Hochschulentwicklung und zur Gestaltung des Campus verlangen.

Damit erhalten Studierende stärkere Möglichkeiten, Entscheidungen frühzeitig nachzuvollziehen.

Mitbestimmung soll nicht nur symbolisch sein

Die Hochschule beschreibt studentische Mitwirkung ausdrücklich als tragendes Fundament ihrer Struktur.

Das bedeutet, dass Vertreter der Studierenden nicht nur bei einzelnen Veranstaltungen angehört werden sollen, sondern kontinuierlich an Hochschulpolitik beteiligt bleiben.

Konkurrenz um Studierende wächst

Für Hochschulen gewinnt studentische Beteiligung auch strategisch an Bedeutung.

In Zeiten sinkender Schulabgängerzahlen konkurrieren Studienstandorte stärker um Nachwuchs.

Studierende achten dabei nicht ausschließlich auf Studieninhalte, sondern auch auf Campusleben, Organisation und Möglichkeiten der Mitgestaltung.

Merseburg setzt politisches Signal

Mit der Änderung positioniert sich die Hochschule in einer bundesweiten Debatte darüber, welche Rolle studentische Selbstverwaltung künftig spielen soll.

Für den Hochschulstandort Merseburg ist das ein sichtbares Signal: Studierende sollen nicht nur lernen, sondern die Institution selbst aktiv mitgestalten.

Quellen

Hochschule Merseburg – Änderung der Grundordnung und Stärkung studentischer Mitbestimmung, 30. Juli 2026.

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