Merseburg befindet sich mitten in einem weitreichenden Umbau seiner Wärmeversorgung. Die Stadtwerke erweitern das Fernwärmenetz derzeit an mehreren Stellen gleichzeitig und ersetzen dabei schrittweise bestehende Erdgaslösungen.
Die Projekte verteilen sich über verschiedene Stadtteile und Straßen.
Fritz-Haber-Straße bis Oktober
In der Fritz-Haber-Straße läuft der Ausbau seit Ende April.
Die Gebäude dort sollen künftig mit Fernwärme versorgt werden.
Das Projekt wird über das Bundesprogramm für effiziente Wärmenetze unterstützt und soll im Oktober abgeschlossen sein.
Geusaer Straße bis November
Noch länger dauern die Arbeiten an der Geusaer Straße.
Dort wird bereits seit September 2025 gebaut.
Als geplantes Bauende nennen die Stadtwerke November 2026.
Fast 500 Meter in Lassalle- und Von-Harnack-Straße
Ein besonders großer Abschnitt betrifft Lassallestraße und Von-Harnack-Straße.
Dort entstehen rund 490 Meter neue Fernwärmeleitungen.
Gleichzeitig arbeitet der Abwasserzweckverband an der Kanalisation.
Die Arbeiten sollen im September enden.
Brauhausstraße bereitet Domstraße vor
In der Brauhausstraße werden rund 70 Meter Fernwärmeleitung verlegt.
Das Projekt dient nicht nur aktuellen Anschlusswünschen.
Es schafft gleichzeitig die technische Möglichkeit, später weitere Bereiche der Domstraße zu erschließen.
Wärmewende bedeutet jahrelange Baustellen
Für Anwohner hat der Umbau eine unangenehme Seite.
Neue Netze lassen sich kaum ohne Straßenaufbrüche, Sperrungen und Baulärm errichten.
Langfristig entsteht jedoch eine Infrastruktur, mit der Merseburg stärker von einzelnen Gasheizungen unabhängig werden kann.
Das Stadtbild zeigt derzeit damit sehr konkret, wie die Wärmewende auf kommunaler Ebene umgesetzt wird.
Quellen
Stadtwerke Merseburg – aktuelle Fernwärmeprojekte in Fritz-Haber-Straße, Geusaer Straße, Lassallestraße, Von-Harnack-Straße und Brauhausstraße.
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