Der Magdeburger Wissenschaftshafen soll zusätzliche Kapazitäten für die Entwicklung moderner Medizintechnik erhalten. Für den geplanten Ausbau des Forschungscampus STIMULATE stehen bis zu 17,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Wissenschaftsminister Armin Willingmann will die Mittelzuweisung am Freitag, dem 7. August 2026, an den Sprecher des Forschungscampus, Georg Rose, überreichen.
Der Termin beginnt um 10 Uhr auf dem Campus in der Otto-Hahn-Straße 2. An der Übergabe soll auch der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Jens Strackeljan, teilnehmen.
Neue Räume für Forschung und Entwicklung
Mit dem Erweiterungsbau sollen im Magdeburger Wissenschaftshafen zusätzliche Flächen für wissenschaftliche Arbeiten und die Entwicklung medizintechnischer Innovationen entstehen.
Vorgesehen sind außerdem Räume für Ausgründungen. Damit sollen Forschungsergebnisse nicht nur wissenschaftlich untersucht, sondern möglichst auch in neue Produkte, Verfahren und Unternehmen überführt werden.
Konkrete Angaben zur Größe des Neubaus, zum Baubeginn oder zu einem geplanten Fertigstellungstermin enthält die vorliegende Medieneinladung nicht.
Finanzierung aus dem Sondervermögen des Bundes
Das Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt finanziert die Erweiterung mit bis zu 17,5 Millionen Euro.
Das Geld stammt aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ des Bundes. Die Mittelzuweisung bildet damit die finanzielle Grundlage für den vorgesehenen Ausbau des Forschungscampus.
Ob darüber hinaus weitere Mittel der Universität oder anderer Fördergeber eingesetzt werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Forschung an schonenden Behandlungsmethoden
STIMULATE beschäftigt sich mit bildgestützten und minimal-invasiven Therapien.
Bei solchen Verfahren sollen Eingriffe möglichst gezielt und mit geringerer Belastung für Patienten durchgeführt werden. Medizinische Bildgebung hilft dabei, Instrumente im Körper zu steuern und erkranktes Gewebe präzise zu behandeln.
Der Forschungscampus entwickelt nach Angaben des Wissenschaftsministeriums unter anderem Verfahren für die Behandlung von Krebs sowie neurovaskulären Erkrankungen. Dazu gehören Aneurysmen und Schlaganfälle.
Medizintechnik als Verbindung von Forschung und Wirtschaft
Der geplante Neubau soll nicht nur die universitäre Forschung stärken. Durch zusätzliche Flächen für Entwicklung und Ausgründungen soll auch der Transfer in die Wirtschaft erleichtert werden.
Neue medizintechnische Verfahren benötigen häufig eine enge Zusammenarbeit zwischen Medizinern, Ingenieuren, Informatikern und Unternehmen. Forschungsergebnisse müssen geprüft, weiterentwickelt und für den praktischen Einsatz vorbereitet werden.
Der Wissenschaftshafen bietet dafür ein Umfeld, in dem Hochschulforschung, technologieorientierte Unternehmen und Gründungsprojekte räumlich zusammenarbeiten können.
Übergabe findet am 7. August statt
Die Mittelzuweisung soll am Freitag um 10 Uhr offiziell überreicht werden.
Das Wissenschaftsministerium hat Medienvertreter zur Begleitung des Termins eingeladen. Weitere Angaben zum Ablauf der Veranstaltung oder zum konkreten Zeitplan des Erweiterungsbaus wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Quellen
Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt – Medieneinladung „Willingmann überreicht Mittelzuweisung für Ausbau des Forschungscampus STIMULATE“, veröffentlicht am 5. August 2026.