Magdeburg erhält 117 mobile Fahrzeugsicherheitsbarrieren vom Land Sachsen-Anhalt. Die Stadt kann die Schutzsysteme zunächst bis August 2027 kostenlos nutzen, wobei eine Verlängerung der Vereinbarung möglich ist.

Magdeburg erhält 117 mobile Schutzbarrieren

Die Justiz des Landes Sachsen-Anhalt stellt der Landeshauptstadt insgesamt 117 mobile Fahrzeugsicherheitsbarrieren zur Verfügung. Eine entsprechende Nutzungsvereinbarung wurde bereits unterzeichnet.

Die Überlassung erfolgt unentgeltlich. Zunächst darf Magdeburg die Systeme bis August 2027 einsetzen. Eine Verlängerung ist ausdrücklich möglich.

Damit verfügt die Stadt künftig über zusätzliche mobile Technik, um Veranstaltungen und andere besonders schutzbedürftige Bereiche kurzfristig abzusichern.

Schutzbarrieren wurden für Magdeburger Prozess beschafft

Ursprünglich hatte die Justiz die Barrieren für die Absicherung des Prozesses um die Amokfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt angeschafft.

Dort dienten sie dem Schutz des Interimsgerichts am Jerichower Platz sowie der am Verfahren beteiligten Personen. Nach diesem Einsatz verbleiben die Systeme im Eigentum des Landes, können nun aber von der Landeshauptstadt genutzt werden.

Statt die vorhandene Technik ungenutzt einzulagern, soll sie damit dauerhaft einen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit leisten.

Fahrzeugsperren sollen Großveranstaltungen in Magdeburg schützen

Die mobilen Systeme lassen sich nach Angaben des Justizministeriums flexibel verwenden. Mögliche Einsatzgebiete sind insbesondere Großveranstaltungen, sensible Einrichtungen und Maßnahmen zur Verkehrslenkung.

Justizministerin Franziska Weidinger sieht darin zugleich einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Vorhandene Ressourcen würden weiterverwendet und müssten nicht erneut beschafft werden.

Für Magdeburg bedeutet die Vereinbarung, dass bei Veranstaltungen kurzfristig auf eine größere Zahl bereits vorhandener Schutzsysteme zurückgegriffen werden kann.

Oberbürgermeisterin Borris begrüßt Kooperation

Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris begrüßt die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommune. Die zusätzlichen Barrieren könnten insbesondere bei Großveranstaltungen flexibel eingesetzt werden und die Sicherheit der Besucher erhöhen.

Neben dem Sicherheitsgewinn verweist Borris auf den wirtschaftlichen Vorteil. Die Stadt kann vorhandene Technik des Landes nutzen, ohne selbst eine vergleichbare Zahl neuer Systeme beschaffen zu müssen.

Schutzkonzepte für Veranstaltungen gewinnen an Bedeutung

Mobile Fahrzeugsperren gehören inzwischen zu den Instrumenten, mit denen Städte Zufahrten zu Veranstaltungsflächen und besonders sensiblen Bereichen absichern können.

Für Magdeburg stehen mit der Vereinbarung nun 117 zusätzliche Schutzsysteme bereit. Wo und bei welchen Veranstaltungen sie konkret zum Einsatz kommen, geht aus der Mitteilung des Justizministeriums noch nicht hervor.

Die Vereinbarung verbindet damit zwei Ziele: Die bereits angeschaffte Sicherheitstechnik bleibt im Einsatz, und Magdeburg erhält zusätzliche Möglichkeiten für die Absicherung öffentlicher Veranstaltungen.

Quelle: Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt.