14 Monate Sperrung sorgen im Havelland für Sorgen

Die geplante Generalsanierung der Lehrter Bahn beschäftigt zunehmend die Kommunen im Landkreis Havelland.

Landrat Roger Lewandowski hat sich gemeinsam mit Amtsdirektoren und Bürgermeistern des Landkreises an die Deutsche Bahn sowie an Verantwortliche in Land und Bund gewandt.

Hintergrund ist die vorgesehene 14-monatige Sperrung der Bahnstrecke.

Die kommunalen Vertreter befürchten erhebliche Folgen für die Region und verlangen eine zeitnahe Lösung.

Gemeinsames Schreiben in Rathenow unterzeichnet

Am 28. September kamen die Vertreter auf dem Bahnhofsvorplatz in Rathenow zusammen.

Dort unterzeichneten sie öffentlich das Schreiben „Generalsanierung der Lehrter Bahn – Folgen für den Landkreis Havelland und die Kommunen“.

Adressiert ist das Schreiben an die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Evelyn Palla, an Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach sowie an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.

Mit dem gemeinsamen Vorgehen wollen Landkreis und Kommunen ihren Forderungen gegenüber Bahn und Politik mehr Nachdruck verleihen.

Kommunen sehen erhebliche Probleme für die Region

Nach Angaben aus dem Landkreis verdeutlicht das Schreiben die Sorgen und Probleme, die mit der lang andauernden Sperrung verbunden sind.

Welche einzelnen Auswirkungen von den Kommunen im Schreiben konkret benannt werden, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht näher hervor.

Klar ist jedoch: Eine vollständige Sperrung über 14 Monate wird von den kommunalen Vertretern als erhebliche Belastung für das Havelland bewertet.

Die Lehrter Bahn gehört zu den wichtigen Schienenverbindungen der Region. Entsprechend groß ist die Sorge, dass eine derart lange Unterbrechung weit über den eigentlichen Bauzeitraum hinaus Folgen für Pendler und Kommunen haben könnte.

Landrat und Bürgermeister erhöhen gemeinsam den Druck

Mit der gemeinsamen Unterzeichnung setzt der Landkreis bewusst auf ein geschlossenes Auftreten.

Nicht nur der Landrat, sondern auch Amtsdirektoren und Bürgermeister aus dem Havelland unterstützen das Schreiben.

Damit soll gegenüber der Deutschen Bahn und den zuständigen Ministerien deutlich gemacht werden, dass die Kritik an der geplanten Sperrung nicht nur einzelne Orte betrifft.

Die kommunale Ebene erwartet nun eine Reaktion der drei Adressaten.

Bahn, Land und Bund sollen zeitnah reagieren

Der Landkreis fordert ausdrücklich eine zeitnahe Problemlösung.

Damit richtet sich der Appell gleichzeitig an drei Ebenen: an die Deutsche Bahn als verantwortliches Unternehmen, an das Land Brandenburg und an den Bund.

Ob die Dauer oder konkrete Ausgestaltung der Sperrung noch verändert werden kann, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Fest steht jedoch, dass das Havelland die bisher vorgesehenen Auswirkungen der Generalsanierung nicht einfach hinnehmen will.

Mit dem gemeinsamen Schreiben ist der Konflikt um die 14-monatige Sperrung nun auch politisch auf höherer Ebene angekommen.