Große Resonanz hat eine Informations- und Austauschveranstaltung zum Thema Demenz in Bautzen gefunden. Unter dem Motto „Demenz – den Weg gemeinsam gehen“ hatten vier Träger des Pflegenetzwerkes im Landkreis Bautzen am 16. September 2026 ins Steinhaus Bautzen eingeladen.

Zahlreiche Interessierte, Fachkräfte, Angehörige sowie viele Berufsschülerinnen und Berufsschüler nutzten die Gelegenheit, sich über Demenz zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und bestehende Hilfsangebote kennenzulernen.

Respektvoller Umgang im Mittelpunkt

Zu Beginn der Veranstaltung wandte sich die Leiterin des Sozialamtes des Landkreises Bautzen, Frau Witschas, mit persönlichen Worten an die Gäste.

Sie betonte die Bedeutung eines respektvollen und unterstützenden Umgangs mit Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

Im Anschluss überbrachte Frau Strack von der Demenzberatung der Volkssolidarität Bautzen Grüße des Bautzener Oberbürgermeisters und hob die gesellschaftliche Bedeutung des Themas hervor.

Biografie als Schlüssel zum Verständnis

Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzte Frau Krause vom Hospizdienst mit ihrem Vortrag „Sprechen mit der Seele – Wenn Biografie zum Dolmetscher wird“.

Dabei zeigte sie, welche Rolle die persönliche Lebensgeschichte eines Menschen für das Verständnis und die Begleitung von Menschen mit Demenz spielen kann.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass individuelle Erinnerungen und biografische Erfahrungen helfen können, Verhalten besser einzuordnen und Betroffene sensibler zu begleiten.

„Die Akte Auguste D.“ berührte das Publikum

Besonders emotional wurde es bei der szenischen Lesung „Die Akte Auguste D.“, vorgetragen von Frau Hofmann-Paul und Herrn Dorn.

Im Mittelpunkt stand die Geschichte von Auguste Deter, der ersten dokumentierten Alzheimer-Patientin.

Die Lesung vermittelte auf eindringliche Weise, wie sich die Erkrankung auf Wahrnehmung, Erinnerung und zwischenmenschliche Beziehungen auswirken kann.

Hilfe, Hoffnung und Austausch

Ein weiterer Programmpunkt war das Podiumsgespräch „Zwischen Vergessen und Verbundenheit – Hilfe, Hoffnung, Austausch“.

Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Frau Bramborg von der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Bautzen.

Im Mittelpunkt standen Unterstützungsangebote für Betroffene und Angehörige, Erfahrungen aus der Praxis sowie die Bedeutung einer guten Vernetzung zwischen Beratungsstellen, Pflegeangeboten und weiteren Einrichtungen.

Beratungsangebote im Landkreis vorgestellt

Ergänzt wurde das Programm durch Informationsstände der beteiligten Organisationen.

Vertreten waren unter anderem die Volkssolidarität Bautzen, die Caritas Hoyerswerda, die AWO Hoyerswerda und die Selbsthilfekontaktstelle Landkreis Bautzen der St. Martin StattRand gGmbH.

Besucher konnten sich dort über Hilfs- und Unterstützungsangebote informieren und persönliche Gespräche führen.

Die Organisatoren ziehen ein positives Fazit. Die Veranstaltung habe dazu beigetragen, Wissen über Demenz zu vermitteln, Verständnis für Betroffene und Angehörige zu fördern und die vorhandenen Unterstützungsangebote im Landkreis Bautzen sichtbarer zu machen.